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Neue Hoffnung für Chorweiler: Stadtkirche nach Sanierung feierlich wiedereröffnet
27. Juli 2026

Die Stadtkirche Chorweiler ist nach eineinhalb Jahren Sanierung zurück – heller, barrierefrei und mit der Diakonie als neuem Mieter unter einem Dach.

Ein Gotteshaus erstrahlt in neuem Glanz

Gute Nachrichten aus Köln-Chorweiler: Nach eineinhalb Jahren Sanierung und Modernisierung hat die Stadtkirche der Hoffnungsgemeinde am Pariser Platz ihre Türen wieder geöffnet. Mit einem Festgottesdienst und anschließendem Gemeindefest wurde die Wiedereröffnung gebührend gefeiert – ein echtes Highlight für den Stadtteil!1

Die Kirche am Pariser Platz 32 prägt zusammen mit der katholischen Nachbarkirche und dem Bezirksrathaus seit 1978 das Gesicht des zentralen Platzes in Chorweiler. Nach mehr als 40 Jahren im Einsatz war der kompakte Ziegelbau allerdings ordentlich in die Jahre gekommen. Guido Steffen aus dem Presbyterium beschreibt den Zustand vor der Sanierung als „arg bestoßen“: Schadhafte Leitungen, ein undichtes Dach und weitere Mängel machten eine grundlegende Modernisierung notwendig. Der Wunsch dazu entstand bereits 2018.1

Heller, offener, freundlicher – der neue Kirchenraum

Wer heute das Foyer betritt, erlebt eine komplett verwandelte Kirche. Weiße Wände, heller Holzboden, viel Licht – der Raum wirkt einladend und offen, ohne dabei kühl zu wirken. Das Kreuz hängt ein Stück vor der Wand, sodass Licht und Schatten ein stimmungsvolles Spiel erzeugen. Altar, Taufstein und Ambo sind als schlichte Kuben gestaltet – und das Beste daran: Nichts ist festgeschraubt. Die Gemeinde kann den Raum je nach Anlass flexibel neu anordnen.1

Neu ist außerdem eine kleine Dachterrasse, die dem Gebäude erstmals einen eigenen Außenbereich beschert. Zwei Aufzüge sorgen dafür, dass die Kirche künftig vollständig barrierefrei zugänglich ist. Auch der Eingang zum Platz hin wurde bewusst als Öffnung in den Stadtteil gestaltet – als Geste der Einladung an alle Menschen in Chorweiler.1

Gott, der alle umarmt – starke Worte zur Wiedereröffnung

Pfarrer Till-Karsten Hesse begrüßte die „schwitzende Festgemeinde in der Kirche mitten in der Stadt“ und betonte die zentrale Lage: „Hier steht das City-Center, hier fährt die U-Bahn, ringsum Hochhäuser. Mehr mittendrin geht nicht.“ Markus Zimmermann, Vorsitzender des Bevollmächtigtenausschusses des Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch, griff in seiner Predigt das Bild des neuen Kreuzes auf, das eine Umarmung symbolisiert: „Gott umarmt uns alle.“ Wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn laufe Gott allen entgegen – mit offenen Armen. „In diesem Kirchraum sehe ich sie, die offenen Arme“, so Zimmermann. Die Gemeinde sei ein Ort, an dem niemand verloren gehe.1

Diakonie zieht ein – starkes Gemeinschaftskonzept

Ganz allein ist die Hoffnungsgemeinde in ihrem frisch sanierten Zuhause künftig nicht mehr. Um die Sanierungs- und steigenden Betriebskosten zu finanzieren, werden das zweite und dritte Obergeschoss vermietet – unter anderem an das Sozialpsychiatrische Zentrum Chorweiler der Diakonie Köln und Region. Zimmermann sieht darin eine starke Ergänzung zum Gemeindeleben: „Dort erhalten Menschen Beratung und damit Hoffnung und Zuversicht. Auch Menschen, die nicht so viel erreicht haben, erfahren die Umarmung durch Gott.“1

Schon während der Sanierungszeit bewies die Nachbarschaft übrigens gelebten Zusammenhalt: Die katholische Nachbargemeinde stellte ihre Kirche den evangelischen Brüdern und Schwestern für Gottesdienste zur Verfügung. Bereits am Ostersonntag feierte die Hoffnungsgemeinde ihren ersten Gottesdienst im erneuerten Haus – wenn auch noch mit reichlich Improvisation.1

Köln bleibt im Fokus – auch nach tragischen Ereignissen

Köln beschäftigt uns bei Antenne NRW dieser Tage in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Während die Hoffnungsgemeinde in Chorweiler feiern kann, haben wir in einem früheren Beitrag über zwei schwere Unfälle in der Stadt berichtet, die für die Betroffenen tödlich endeten – ein Mahnmal dafür, wie wichtig Vorsicht und Aufmerksamkeit im Alltag sind.2

Die Wiedereröffnung der Stadtkirche Chorweiler ist ein starkes Signal: Für den Stadtteil, für die Gemeinschaft – und für alle, die einen Ort suchen, an dem sie willkommen sind. Egal, wer sie sind oder woher sie kommen. Ein Ort, an dem – ganz nach dem Motto der Predigt – buchstäblich alle umarmt werden.1

Quellen

  1. Rede von Gott, der alle umarmt. Stadtkirche der Hoffnungsgemeinde in Chorweiler nach Sanierung wiedereröffnet – Evangelischer Kirchenverband Köln und Region
  2. Tragisches Ende: Zwei Schwerverletzte sterben nach Unfällen in Köln – Antenne NRW


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