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Streik beim Kinofest: Kein Popcorn im Kölner Cinedom!
12. September 2026

Streik beim Kinofest im Kölner Cinedom: verdi legte am 12. September 2026 alle Snack-Theken lahm. Warum die Beschäftigten kämpfen und was Besucher erlebten.

Günstige Kinotickets, aber leere Snack-Theken

Kino für fünf Euro – das klingt nach einem perfekten Ausflug für die ganze Familie! Am 12. und 13. September 2026 laden zahlreiche deutsche Kinos zum Kinofest ein, und auch der Kölner Cinedom war dabei. Für viele Kinder und Eltern wurde der günstige Kinobesuch am Samstagnachmittag aber zu einer kleinen Enttäuschung – denn Popcorn? Fehlanzeige.1

„Es gibt keine Snacks mehr“ – Was ist passiert?

Die Gewerkschaft verdi hat die Beschäftigten des Kölner Cinedoms zum Streik aufgerufen. Seit 15:30 Uhr streikten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen fairen Tarifabschluss – und das mitten ins Kinofest hinein. Rote Fahnen und verdi-Pavillons auf dem Vorplatz am Mediamarkt machten bereits von außen deutlich, was drinnen los war.1

Im Cinedom selbst wurden die Besucher per Durchsage informiert: „Wir werden bestreikt – es gibt keine Snacks mehr.“ Alle Verkaufsstellen für Snacks und Tickets blieben dicht. Tickets gab es nur noch online oder am Automaten. Und wer Snacks im Voraus online gekauft hatte, musste ebenfalls leer ausgehen – das Geld kann über ein Formular zurückgefordert werden.1

Warum streiken die Beschäftigten?

Laut verdi ist der Streik eine direkte Reaktion auf die Haltung der Cinedom-Geschäftsführung. Die Gewerkschaft erklärte, dass das „andauernde Beharren der Geschäftsführung auf erheblichen und dauerhaften Verschlechterungen im Tarifvertrag“ die Streiks unvermeidbar mache. Besonders brisant: Die meisten Beschäftigten im Cinedom verdienen seit Jahresbeginn nur den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro. verdi bezeichnete die Verweigerungshaltung der Geschäftsführung als nicht zu ignorieren – und zeigte das mit einer klaren Reaktion.1

Eine betroffene Mutter brachte die Stimmung vieler Besucher auf den Punkt: „Einfach mal das Kino gefühlt lahmgelegt und traurige Kinder geschaffen.“ Die Cinedom-Betreiber entschuldigten sich für die Unannehmlichkeiten, betonten aber, dass die Filme regulär starteten. Insgesamt 35 Filme standen den Kinofans zur Auswahl.1

Andere Kinos in Köln sind auch dabei

Wer am Kinofest-Wochenende in Köln ins Kino wollte, hatte noch weitere Optionen: Neben dem Cinedom nahmen auch das Cinenova in Ehrenfeld (Herbrandstraße) und das Cineplex am Hohenzollernring am Kinofest teil – dort lief alles ohne Streik-Einschränkungen.1

Fazit: Kino ja, Popcorn nein

Der Streik im Kölner Cinedom hat gezeigt, wie sehr faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen auch den Kinobesuch beeinflussen können. Für die kleinen Filmfans war es ein ungewohntes Erlebnis ohne Popcorn – für die streikenden Beschäftigten ein wichtiges Zeichen. Wir halten euch bei Antenne NRW auf dem Laufenden, wie es in den Tarifverhandlungen weitergeht. Stay tuned auf antenne.nrw!

Quellen

  1. „Es gibt keine Snacks mehr“: Streik beim Kinofest im Kölner Cinedom – Kölnische Rundschau


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