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62. Grimme-Preis 2026: Die Nominierungen im Überblick
22. Januar 2026

Grimme-Preis 2026: 71 Nominierte stehen fest. Alle Fakten und Kritik zur Auswahl im Überblick.

Die Nominierungen für den 62. Grimme-Preis stehen fest: 71 Produktionen und Einzelleistungen aus mehr als 750 Einreichungen wurden in vier Kategorien ausgewählt. Auffällig: Neben Anerkennung dominiert auch fundierte Kritik an der Auswahl und Entwicklung des Fernsehjahres.

Worum es geht

Im Januar wählten die Kommissionen aus den Bereichen Information & Kultur, Fiktion, Unterhaltung sowie Kinder & Jugend die nominierten Produktionen für den renommierten Grimme-Preis aus. Insgesamt elf Nominierungen entfallen auf Privatsender und Streaminganbieter.

Die wichtigsten Fakten zu den Nominierungen

Unter den 71 Nominierten finden sich vielfältige Themen: Produktionen zu Rechtsextremismus, Rassismus oder der Geschichte der DDR (Information & Kultur) sowie zu Polizeigewalt, Antisemitismus, Faschismus und Wirtschaftskriminalität (Fiktion) sind vertreten. Auch innovative und kreative Formate für Kinder und Jugendliche wurden berücksichtigt. In der Unterhaltung wird die Verbindung von Humor, Haltung und gesellschaftlichem Anspruch hervorgehoben. Die vollständige Liste aller nominierten Produktionen ist abrufbar bei Grimme-Preis.

Kritik der Kommissionen

Die verschiedenen Jurys äußerten deutliche Kritik an der aktuellen Entwicklung: Im Bereich Fiktion wurde ein Rückgang an thematischer Vielfalt und Diversität im Vergleich zu den Vorjahren festgestellt. Der Bereich Information & Kultur bemängelte Leerstellen bei presenten Themen wie der Klimakrise sowie eine mangelnde tiefgehende Berichterstattung zur politischen Lage in den USA. Im Genre Unterhaltung wurde ein fehlender Mut zu Innovationen und Diversität festgestellt. Bei Kinder & Jugend fallen zwar positive kreative Ansätze auf, aber aktuelle Krisen sind unterrepräsentiert; politische Formate seien häufig konfrontativ statt diskursorientiert.

Hintergrund: Grimme-Preis als Seismograf für Qualität

Die Geschäftsführerin des Grimme-Instituts, Çiğdem Uzunoğlu, sieht den Preis als Forum für Qualität und relevante gesellschaftliche Debatten. Besonders in unsicheren Zeiten komme den Medien eine erhöhte Verantwortung zu, die gesellschaftliche Vielstimmigkeit und mutige Auseinandersetzung mit drängenden Fragen einzufordern. Die diesjährigen Nominierungen stehen deshalb gleichermaßen für Anerkennung wie auch Reflexion und Diskussion über Lücken im relevanten Themenspektrum.

Einordnung für NRW

Mit Sitz in Marl ist der Grimme-Preis ein wichtiges Signal für die Medien- und Kulturlandschaft in NRW. Auch Formate von Privatsendern und Streamingplattformen waren erfolgreich und unterstreichen die Bedeutung der Medienvielfalt im Bundesland. Ab dem 31. Januar beraten die Jurys in Marl über die finale Preisvergabe.

Ausblick: Vergabe und Relevanz

Bis zu 16 Grimme-Preise, der Preis der Marler Gruppe sowie der Preis der Studierendenjury werden vergeben. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden im März verkündet. Die begleitenden Diskussionen um Diversität, Klimakrise und andere Leerstelle zeigen, wie sehr der Grimme-Preis als Gradmesser für gesellschaftliche und programmatische Entwicklungen im deutschen Fernsehen wirkt (Grimme-Preis).

Quellen

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