800 Millionen Euro Sanierung, aber die Züge fallen weiter aus: Die Strecke Köln-Wuppertal-Hagen kämpft mit Brückenschäden, Signalstörungen und verärgerten…
Eigentlich sollte alles besser werden. Fünf Monate Generalsanierung, knapp 800 Millionen Euro investiert – und dann das. Die Bahnstrecke zwischen Köln, Wuppertal und Hagen sorgt weiterhin für ordentlich Frust bei allen, die täglich darauf angewiesen sind. Wie wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, startete die Strecke direkt nach der Wiedereröffnung mit einem dicken Minuspunkt – und die neuen Entwicklungen machen die Sache leider nicht besser.
Bei der Feierstunde zum Abschluss der Generalsanierung am Bahnhof Manfort in Leverkusen klang noch alles prima: Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGo, versprach einen robusten und weniger störanfälligen Betrieb.1 Keine 24 Stunden später war von Robustheit keine Spur mehr. An der Wupperbrücke zwischen Leichlingen und Opladen wurde ein Schaden entdeckt, der dazu führt, dass eines der beiden Gleise gesperrt werden musste.1 Wie lange die Sperrung andauert? Stand jetzt unklar.
Als wäre die Brückenproblematik nicht genug, kamen weitere Probleme dazu. Signalstörungen zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und Wuppertal-Oberbarmen sowie im Hagener Hauptbahnhof sorgten für Verspätungen und Zugausfälle bei den Regionalzügen.1 Die Auswirkungen spürst du aber nicht nur, wenn du regional unterwegs bist – auch die ICE-Verbindungen zwischen Berlin und Köln müssen wegen der kaputten Brücke umgeleitet werden.1
Dass die Stimmung gerade ziemlich angespannt ist, macht NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) mit klaren Worten deutlich. Sein Statement trifft den Nagel auf den Kopf: „Statt einer garantiert leistungsfähigen Strecke für die nächsten Jahre bekommen wir eine neue Baustelle.“1 Stärker kann man Enttäuschung kaum in Worte fassen – und ehrlich gesagt kann man dem Minister hier kaum widersprechen.
Wenn du regelmäßig auf der Strecke zwischen Köln, Wuppertal und Hagen unterwegs bist, solltest du dir ein paar Dinge merken:1, 2
Es ist zum Haare raufen. Eine monatelange Sanierung, fast 800 Millionen Euro Investition – und der Bahnbetrieb auf der Strecke Köln-Wuppertal-Hagen läuft trotzdem nicht rund.1 Die Hoffnung, dass sich die Situation schnell verbessert, ist nach diesem Fehlstart erstmal gedämpft. Wir bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden, sobald es neue Entwicklungen gibt. Daumen drücken, dass die Bahn die Kurve noch kriegt!
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