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Ab Frühjahr 2027: Kreuzfahrt-Boom startet mitten im Ruhrgebiet
1. November 2026

Ab 2027 starten Kreuzfahrtschiffe direkt aus Duisburg nach Amsterdam, Brüssel oder zur Loreley. Wir zeigen Routen, Preise und was das fürs Ruhrgebiet bedeutet.

Duisburg wird zum neuen Hotspot für Flusskreuzfahrten

Koffer packen, einsteigen und morgens schon in einer europäischen Metropole aufwachen – das soll ab 2027 auch vom Ruhrgebiet aus klappen. Wie der WDR berichtet, macht die Reederei A-ROSA Duisburg zu einem festen Abfahrtshafen für Flusskreuzfahrten. Gleich drei Schiffe sollen dort künftig regelmäßig ablegen, rund 125 Reisen im Jahr sind geplant. Macht zusammen etwa 20.000 Gäste, die ihre Reise direkt im Ruhrgebiet starten statt wie bisher in Köln oder Amsterdam.

Von der Ruhr direkt nach Amsterdam, Brüssel oder Rotterdam

Die Routen ab Duisburg führen laut WDR unter anderem nach Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, Antwerpen, Gent und Brüssel. Weil die niederländischen und belgischen Ziele von Duisburg aus näher liegen als von Köln, bleibt mehr Zeit für Landgänge und Städtetrips. Genau das sieht die Reederei als großen Vorteil des neuen Standorts. Wie ruhr24.de berichtet, gehört die siebentägige Tour „Rhein Erlebnis Belgien“ künftig zum Standardprogramm ab Duisburg.

Nicht alle Routen gehen Richtung Norden: Ein Schiff, die A-ROSA Sena, fährt auch rheinaufwärts durch das Mittelrheintal – vorbei an Weinbergen, Burgen und der Loreley, mit Stopps in Köln, Bonn, Andernach, Koblenz, Rüdesheim und Mainz. Dafür gibt es laut ruhr24.de zwei spezielle Routen: „Rhein, Reben & Loreley im Mittelrheintal“ mit sieben Nächten und „Rhein Städtezeit im Winter“ mit fünf Nächten.

Jubiläum als Anlass, Preise ab 484 Euro

Der neue Standort Duisburg ist kein Zufall: A-ROSA feiert 2027 sein 25-jähriges Bestehen im Bereich Städte- und Naturreisen und baut dafür das Angebot kräftig aus. Laut ruhr24.de sind insgesamt 20 neue Routen auf Rhein und Donau sowie zwei zusätzliche Abfahrtshäfen geplant – Duisburg ist einer davon. Die drei Schiffe A-ROSA Aqua, A-ROSA Brava und das Flaggschiff A-ROSA Sena sollen 2027 überwiegend dort stationiert sein.

Preislich ist für jeden Geldbeutel was dabei: Mit aktuellen Frühbucher-Rabatten startet eine Tour mit Zielen wie Rotterdam, Gorinchem und Nijmegen bei 484 Euro pro Person. Die Belgien-Fahrt über Antwerpen, Brüssel, Gent und Willemstad kostet rund 998 Euro, die Tour über die Loreley bis Bonn liegt bei 1.111 Euro. Wer’s noch luxuriöser mag: Ab 2028 startet laut ruhr24.de auch die Luxusreederei Celebrity Cruises in Köln – dort geht’s aber erst ab etwa 3.600 Euro pro Person los.

Duisburg selbst soll zur Attraktion werden

Für Duisburg geht es dabei nicht nur um den Hafen als reinen Start- und Endpunkt. Laut WDR will die Stadt die Kreuzfahrtgäste auch dazu bringen, sich das Ruhrgebiet selbst anzuschauen. Beworben werden unter anderem der Innenhafen, der Landschaftspark Duisburg-Nord, verschiedene Museen und die begehbare Skulptur Tiger & Turtle. Auch die Internationale Gartenausstellung 2027 dürfte bei der Entscheidung für Duisburg eine Rolle gespielt haben – einige Kreuzfahrten sind so terminiert, dass Gäste die Ausstellung besuchen können.

Wie ein Hafen an der Ruhr von Kreuzfahrttourismus profitieren kann, zeigt laut WDR schon das Beispiel Emmerich am Rhein: Dort legen seit über drei Jahren Personenschiffe von A-ROSA an, 2025 insgesamt über 80 Mal. Die Gäste nutzen die Zeit dort für Fahrradtouren, Stadtführungen oder Ausflüge ins niederländische Nimwegen – wovon laut Wirtschaftsförderung Emmerich auch der örtliche Einzelhandel profitiert.

Ein Risiko bleibt: das Wasser selbst

Ganz ohne Unsicherheit geht die Sache aber nicht über die Bühne. Wie ruhr24.de berichtet, hängt der Erfolg der neuen Routen stark vom Wasserstand des Rheins ab. Besonders an der Engstelle bei Kaub nahe Rüdesheim kann niedriges Wasser zum Problem werden – im Sommer 2026 sank der Pegel dort auf wenige Zentimeter, Fachleute warnten damals, der Fluss könne für größere Schiffe zeitweise unpassierbar werden. Niedrigwasser bremst die Rhein-Schifffahrt immer wieder aus, ein Risiko, das auch die neuen Routen ab Duisburg betrifft.

Ob Duisburg langfristig Heimathafen für die A-ROSA-Flotte bleibt, lässt die Reederei laut WDR noch offen. Klar ist aber: Ab Frühjahr 2027 heißt es erstmals „Leinen los“ mitten im Ruhrgebiet – mit Kurs auf einige der schönsten Städte Europas.

Quellen


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