Acht Prozent mehr Pflege-Azubis im Jahr 2025 – neuer Höchststand bei den Auszubildenden in der Pflege erreicht.
Die Zahl der Auszubildenden in der Pflege ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Rund 64.300 neue Ausbildungsverträge zur Pflegefachkraft wurden abgeschlossen – ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt befanden sich Ende 2025 etwa 158.000 Menschen bundesweit in einer Pflegeausbildung. Das ist ein Rekord seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben 2025 rund 64.300 Auszubildende einen neuen Vertrag zur Pflegefachkraft unterschrieben. Das sind 4.900 mehr als im Vorjahr. Frauen stellen mit 71 Prozent nach wie vor den Großteil der neuen Azubis (45.800), während Männer rund 29 Prozent (18.500) ausmachen. Die Zahl der Männer in der Ausbildung stieg jedoch mit 15 Prozent deutlich stärker als die der Frauen (plus 6 Prozent).
Seit 2020 sind die zuvor getrennten Ausbildungen in Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege zu einem gemeinsamen Berufsbild zusammengeführt. Die Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann dauert in Vollzeit drei Jahre und soll den Beruf attraktiver und vielseitiger machen.
Auch in Nordrhein-Westfalen dürfte sich der bundesweite Trend widerspiegeln. Die wachsende Zahl an Pflegeauszubildenden ist für das Land besonders relevant, da die Pflegebranche aufgrund des demografischen Wandels dringend Fachkräfte benötigt. Die Entwicklung trägt zur Sicherung der Versorgung in NRW bei, stößt aber auch an strukturelle Grenzen.
Der Arbeitgeberverband Pflege weist darauf hin, dass trotz des steigenden Interesses an Pflegeausbildungen die Zahl der belegbaren Pflegeplätze nicht im gleichen Umfang wächst. Grund dafür seien bestehende Fachkraftquoten und Personalschlüssel. Diese Vorschriften könnten dazu führen, dass Pflegebedürftige die benötigte Versorgung nicht ausreichend erhalten.
Die stark gestiegene Zahl der Pflege-Auszubildenden ist ein positives Signal. Um jedoch den Pflegebedarf in Zukunft auch tatsächlich decken zu können, sind Anpassungen bei den Ausbildungskapazitäten und Vorgaben in der Praxis nötig. Der nachhaltige Ausbau der Pflegeberufe bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe.
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