Foto wurde mit
KI generiert
Bordell-Affäre: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Volksbank-Vorstand wegen Bestechlichkeit
21. August 2026

Die Bordell-Affäre um die Kölner Pascha-Immobilie eskaliert: Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen ein Volksbank-Vorstandsmitglied wegen Bestechlichkeit.

Neue Eskalation in der Kölner Bordell-Affäre

Die sogenannte Bordell-Affäre rund um die Kölner Rotlicht-Immobilie „Pascha“ wird immer brisanter. Nach Informationen von WDR, NDR und der Süddeutschen Zeitung hat die Staatsanwaltschaft nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr gegen ein Vorstandsmitglied der Volksbank Köln Bonn eingeleitet.1 Das ist eine deutliche neue Entwicklung in einem Fall, der schon seit Monaten für mächtig Aufruhr sorgt.

Worum geht es in der Affäre?

Der Fall hat seine Wurzeln im Frühjahr 2021. Damals suchte der Eigentümer der elfstöckigen Pascha-Immobilie – Europas größtes Bordell – einen Käufer, nachdem die Corona-Krise den Betrieb lahmgelegt hatte. Der Kölner Anwalt Claus B. soll chinesische Investoren vermittelt haben. Beim Kaufpreis von elf Millionen Euro gab es allerdings Probleme: Fünf Millionen Euro seien laut Aussagen von Claus B. gegenüber Ermittlern in Hongkong festgesetzt worden.1

Um den Deal trotzdem abzuschließen, brauchte man dringend einen Überbrückungskredit. Und genau hier kommt das Volksbank-Vorstandsmitglied ins Spiel: Claus B. soll seine Kontakte genutzt haben, um den Kredit bei der Volksbank Köln Bonn zu sichern. Besonders pikant: Der Kredit soll genau dann in den Vorstand eingebracht worden sein, als das eigentlich zuständige Vorstandsmitglied – das dem Kredit kritisch gegenübergestanden haben soll – gerade nicht anwesend war.1

75.000 Euro in bar – der entscheidende Hinweis

WDR, NDR und SZ haben interne E-Mails und Dokumente eingesehen, die auch der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Bundespolizei vorliegen. In beschlagnahmten Mails des Anwalts Claus B. ist von 75.000 Euro in bar die Rede, die für den Volksbanker bestimmt gewesen sein sollen. Damit steht die Frage im Raum, ob das Vorstandsmitglied persönliche Vorteile aus der Kreditvergabe gezogen hat.1 Der Banker selbst bestreitet das vehement: Er habe von Claus B. oder anderen „keinerlei persönliche Zahlungen – weder in bar noch auf anderem Weg – erhalten“.

Für alle Beteiligten gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.1

Wer ermittelt – und wo?

Das Verfahren wurde zunächst in Düsseldorf eingeleitet, wo bereits gegen Claus B. als Hauptbeschuldigten in der sogenannten Luxus-Schleuseraffäre für reiche Chinesen ermittelt wird. Da sich der relevante Tatort in Köln befindet, wurde der neue Ermittlungskomplex an die Kölner Staatsanwaltschaft weitergegeben. Ob die Zuständigkeit dort tatsächlich gegeben ist und das Verfahren übernommen wird, werde laut Behörde noch geprüft.1

Bank beurlaubt Vorstandsmitglied und beauftragt externe Prüfer

Die Volksbank Köln Bonn hatte bereits Mitte Juli das betroffene Vorstandsmitglied beurlaubt und einen externen Prüfer mit der Klärung des Sachverhalts beauftragt. Die Sonderprüfung dauert noch an. Eine Sprecherin erklärte: „Die Untersuchung wird derzeit mit der gebotenen Sorgfalt und notwendigen Unabhängigkeit durchgeführt. Nach Abschluss der Sonderprüfung und Bewertung der Ergebnisse durch den Aufsichtsrat werden wir dazu informieren.“1 Die Bank betonte außerdem, dass sich das Ermittlungsverfahren nicht gegen die Bank als Institut richte.

Der Verteidiger des Volksbank-Managers bestätigte das Ermittlungsverfahren gegen seinen Mandanten, erklärte aber, man könne sich zu den „unzutreffenden Vorwürfen“ derzeit inhaltlich nicht äußern, da noch keine Akteneinsicht vorliege.1

Und sonst in NRW?

Während die Bordell-Affäre die Gerichte beschäftigt, zeigt ein ganz anderer Fall, wie schnell Dinge eskalieren können – allerdings auf einer sehr anderen Ebene. In einem früheren Beitrag haben wir über einen 41-jährigen Mann berichtet, der am 19. August 2026 am Weidenauer Busbahnhof mit über 2,5 Promille gegen geparkte Autos taumelte, die Polizei beleidigte und bedrohte und schließlich in Gewahrsam genommen wurde.2 Zwei Fälle, die unterschiedlicher kaum sein könnten – aber beide zeigen: Wenn man gegen Regeln oder Gesetze verstößt, holt einen das früher oder später ein.

Fazit: Der Fall zieht immer weitere Kreise

Die Bordell-Affäre rund um die Pascha-Immobilie ist längst kein Nischenthema mehr. Mit den nun eingeleiteten Strafermittlungen gegen ein Vorstandsmitglied einer der größten Genossenschaftsbanken der Region bekommt die Geschichte eine völlig neue Dimension. Wir halten euch auf dem Laufenden, wie sich der Fall weiterentwickelt.1

Quellen

  1. Tagesschau: Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen Volksbank-Vorstand ein
  2. Antenne NRW: Mehr als 2,5 Promille – Betrunkener Mann taumelt in Weidenau gegen Autos


Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.