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Cold Case Dagmar Knops: Polizei sucht nach fast 40 Jahren neue Spuren
26. Oktober 2026

Cold Case Dagmar Knops: Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nach fast 40 Jahren neue Zeugen und hoffen auf Hinweise durch Aktenzeichen XY.

Ein Verschwinden, das bis heute ungeklärt ist

Manche Fälle lassen einen einfach nicht los – und genau so einer ist der von Dagmar Knops. In der Nacht vom 28. auf den 29. März 1988 verschwand die damals 22-jährige Studentin spurlos, nachdem sie eine Kneipe in der Kempener Altstadt verlassen hatte. Bis heute weiß niemand, was wirklich passiert ist. Jetzt nehmen die Staatsanwaltschaft Krefeld und die Polizei Mönchengladbach den Cold Case erneut unter die Lupe – und hoffen auf eure Hilfe.1

Was in dieser Nacht 1988 geschah

Dagmar Knops studierte eigentlich in Köln Sozialpädagogik, war aber in den Semesterferien bei ihren Eltern in Kempen zu Besuch. Am Abend des 28. März 1988 ging sie mit Freunden ins Lokal „Lichtblick“ in der Kempener Altstadt – das es heute nicht mehr gibt. Gegen 22.15 Uhr verließ sie die Kneipe allein, um nach Hause zu laufen. Der Weg zum Haus ihrer Eltern auf der Siegfriedstraße war gerade mal 350 Meter lang. Angekommen ist sie dort nie.1

Eine Leiche wurde nie gefunden, trotzdem gehen die Ermittler mittlerweile davon aus, dass Dagmar Knops Opfer eines Tötungsdelikts wurde. Schon 2006 hatten Polizei und Staatsanwaltschaft den Fall noch einmal aufgerollt – ohne Erfolg. Jetzt, zwei Jahrzehnte später, starten sie einen neuen Anlauf.1

Aktenzeichen XY und die Suche nach Zeugen

Am Mittwoch, den 4. November, wird Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen bei „Aktenzeichen XY“ im Studio von Rudi Cerne zu Gast sein und den Fall vorstellen. Die Ermittler hoffen, dass sich durch die Sendung Menschen melden, die sich noch an die damalige Zeit erinnern. Denn: In fast vierzig Jahren kann sich vieles verändern – auch Beziehungen zwischen Menschen, die früher vielleicht geschwiegen haben.1

Gesucht werden unter anderem Zeugen, denen sich der Täter oder die Täterin im Laufe der Jahre irgendwie offenbart hat, Menschen, die sich intensiv mit dem Fall beschäftigt haben, oder Personen, die Dagmar Knops auf ihrem Heimweg gesehen haben könnten. Auch eine Gruppe Jugendlicher oder junger Erwachsener, die auf einer Bank in der Nähe des „Lichtblick“ gesessen haben soll, konnte bis heute nicht ermittelt werden.1

Die mysteriösen anonymen Briefe

Besonders spannend: 2005 und 2008 gingen bei den Ermittlern zwei anonyme Briefe ein, in denen ein angeblicher Ablageort der Leiche genannt wurde. Die Suchmaßnahmen an diesen Orten blieben damals erfolglos. Trotzdem hoffen Polizei und Staatsanwaltschaft, dass sich die Verfasserin oder der Verfasser jetzt meldet – vielleicht gibt es ja doch neue Ansatzpunkte, die weiterhelfen können.1

So könnt ihr helfen

Bilder von Dagmar Knops und genaue Beschreibungen ihrer Kleidung sowie der Örtlichkeiten findet ihr auf der Seite der Polizei Mönchengladbach. Hinweise nimmt die Polizei Mönchengladbach unter der Telefonnummer 02161-290 oder per E-Mail an MK.Knops.Moenchengladbach@polizei.nrw.de entgegen. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täterin führen, hat die Staatsanwaltschaft Krefeld sogar eine Belohnung von 5.000 Euro ausgelobt.1

Teil einer größeren Kampagne

Der Fall Dagmar Knops ist Teil der Öffentlichkeitskampagne „Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich.“ Dahinter steckt die Polizei Mönchengladbach, die gemeinsam mit dem Landeskriminalamt NRW und der Staatsanwaltschaft Krefeld alte, ungeklärte Tötungsdelikte neu aufrollt. Unterstützt wird die Kampagne auch von den Polizeibehörden in Krefeld und im Kreis Viersen. Ziel ist es, mit neuen Ermittlungsansätzen endlich Klarheit zu schaffen – für die Angehörigen, aber auch für die ganze Region, die diesen Fall bis heute nicht vergessen hat.1

Wenn ihr also auch nur die kleinste Erinnerung an diese Nacht im März 1988 habt, zögert nicht – jeder Hinweis kann wichtig sein.

Quellen

  1. POL-KR: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Krefeld und der Polizei MG | Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich. Zeugensuche: Cold Case Dagmar Knops


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