Cyberangriff bei der Deutschen Bahn: DDoS-Attacke sorgt für massive IT-Störung – Buchungen und Auskünfte betroffen.
Eine massive IT-Störung hat am 18. Februar 2026 die Auskunfts- und Buchungssysteme der Deutschen Bahn lahmgelegt. Auslöser war nach Unternehmensangaben ein gezielter Cyberangriff. Inzwischen konnten die meisten Systeme wiederhergestellt werden, dennoch sind weitere Einschränkungen bei neuen Angriffswellen nicht ausgeschlossen.
Am Dienstag und Mittwoch waren Onlinebuchungen sowie Fahrplanauskünfte über die Website und die App „DB Navigator“ zeitweise nicht möglich. Auch die Bürosoftware des Konzerns und das WLAN waren betroffen. Ursache war ein groß angelegter Distributed-Denial-of-Service-(DDoS)-Angriff auf mehrere Ziele der Bahn, wie Unternehmenskreise bestätigen. Handelsblatt
DDoS-Attacken überfluten ihre Zielsysteme mit Anfragen, sodass diese ihre Dienste nicht mehr ausliefern können. Bei der Bahn wurden die Systeme durch massenhaft illegitime Anfragen überlastet. Obwohl nicht das gesamte Buchungssystem ausfiel, führte die Abwehr der Attacke zu erheblichen Verzögerungen und zeitweisen Ausfällen verschiedener Dienste.
DDoS-Angriffe zählen zum Standardrepertoire digitaler Angreifer. Unternehmen wie Akamai, Cloudflare und Imperva bieten Schutz vor solchen Attacken, indem sie illegitime Anfragen blockieren und die Last verteilen. Welches Schutzsystem die Bahn einsetzt, bleibt nach aktuellem Stand offen.
Auch Kundinnen und Kunden in Nordrhein-Westfalen waren von der Störung betroffen, da Buchungen und Informationen via App und Website NRW-weit nicht oder nur eingeschränkt funktionierten. Der eigentliche Bahnbetrieb in NRW blieb nach Angaben aus Unternehmenskreisen jedoch weitgehend unbeeinträchtigt, da Steuerungs- und Leitsysteme in gesonderten, abgesicherten Netzen operieren.
Die Systeme der Deutschen Bahn stehen inzwischen wieder zur Verfügung. Das Unternehmen betont jedoch, dass es bei weiteren Angriffswellen erneut zu Einschränkungen kommen kann. Der Vorfall zeigt, wie stark digitale Infrastruktur im Verkehrsbereich absichert werden muss. Laut Handelsblatt gibt es keine Hinweise darauf, dass staatliche Akteure wie Russland hinter der Attacke stecken.
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