Das Kölner Projekt „Viadukt
Bezahlbarer Wohnraum in Köln? Fast eine Utopie. Und das betrifft längst nicht nur Menschen mit wenig Geld. „Es betrifft eine große Schicht der Bevölkerung“, sagt Timotheus Mengelkamp vom Projekt „Viadukt“ der Wohnungslosenhilfe Köln. Denn: „Bezahlbares Wohnen gibt der Markt in Köln so gut wie nicht mehr her.“ Sogar auf einen Wohnberechtigungsschein haben inzwischen fast die Hälfte aller Kölner Haushalte Anspruch – je nach Lebensumständen auch ganz normale Verdiener.1
Das Projekt „Viadukt“ wurde 2017 gegründet und wird gemeinsam getragen vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), dem Sozialdienst katholischer Männer (SKM) und der evangelischen Diakonie. Mit vier festen Stellen und einem Büro im Gebäudekomplex von St. Gertrud an der Krefelder Straße 57 in Köln hat sich die Initiative ein klares Ziel gesetzt: Menschen, die in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe untergebracht sind oder diese nutzen, eine echte Wohnung vermitteln.1
Das klingt einfacher als es ist. Denn wohnungslose Menschen stehen bei der Suche nach einer Wohnung oft vor einer doppelten Hürde: Erstens sind sie allein durch ihre Situation benachteiligt. Zweitens kommen häufig noch Altschulden, Schufa-Einträge oder aufenthaltsrechtliche Schwierigkeiten dazu. Genau hier springt „Viadukt“ ein – als Vermittler zwischen Vermietern und den Menschen, die dringend ein Zuhause brauchen.1
„Viadukt“ – von der Stadt Köln als Antragstellerin verantwortet und vom Land NRW sowie der EU kofinanziert – fragt aktiv bei Wohnungsgesellschaften nach freiem Wohnraum. Dann geht’s los: Das Team übernimmt Formalitäten, beantragt die Übernahme der Mietkosten und bereitet den Einzug vor. Und auch nach dem Vertragsschluss bleibt „Viadukt“ Ansprechpartner für beide Seiten – Mieter und Vermieter.1
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Allein im laufenden Jahr hat das Team bereits 22 Wohnungen für insgesamt 61 Personen vermittelt. Darunter sind alleinstehende Menschen, Paare und auch Familien mit Kindern.1
Um weiter so erfolgreich zu sein, braucht „Viadukt“ deine Hilfe. Denn ein Teil der vermittelten Wohnungen kommt unsaniert daher – ohne Tapete, ohne festen Bodenbelag. Nicht jeder kann das selbst stemmen, vor allem Mütter mit Kindern stoßen hier schnell an ihre Grenzen.1
Aktuell unterstützen sechs Ehrenamtliche das Team bei Renovierungen und Umzügen. Handwerkliches Geschick ist natürlich super – aber auch wer einfach mit anpacken will, ist herzlich willkommen! Und übrigens: Wer eine Wohnung über „Viadukt“ vermieten möchte, ist ebenfalls genau richtig.1
Du willst helfen oder hast eine Wohnung anzubieten? Dann meld dich einfach per E-Mail bei „Viadukt“: kontakt@viadukt-koeln.de. Mit deiner Unterstützung kann das Kölner Projekt noch mehr Menschen ein echtes Zuhause geben – und das ist doch eine Sache, die sich wirklich lohnt.1
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