Ein 18-Jähriger dreht Donuts auf dem Flugplatz Oerlinghausen und gefährdet dabei den Flugbetrieb.
Donuts kennt man eigentlich aus der Bäckerei – oder als coolen Auto-Stunt aus Videos. Aber was passiert, wenn jemand diese Fahrmanöver ausgerechnet auf einem aktiven Flugplatz zieht? Genau das ist am Sonntagabend (20.07.2026) in Oerlinghausen passiert – und es hätte richtig übel ausgehen können.1
Ein 18-jähriger Autofahrer aus Bielefeld fuhr laut Polizei Lippe auf das Gelände des Flugplatzes Oerlinghausen und drehte auf einem Schotterparkplatz sogenannte Donuts mit seinem Daimler Chrysler.1 Dabei wirbelte er massenhaft Staub und Steine auf – klingt erstmal nach einer harmlosen Dummheit, war es aber nicht.
Die aufgewirbelte Staubwolke zog direkt in Richtung Start- und Landebahn und behinderte die Sicht erheblich. Besonders brenzlig: Ein Flugzeug befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der Warteposition.1 Zu einem Zusammenstoß oder konkreten Schäden kam es nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei zwar nicht – aber der Schrecken saß trotzdem tief.
Für den jungen Bielefelder wird die Sache richtig ernst. Die Polizei Lippe ermittelt gegen ihn wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr.1 Das ist kein Kavaliersdelikt – dieser Straftatbestand kann empfindliche Konsequenzen nach sich ziehen. Ein paar coole Kurven auf einem Schotterparkplatz können also das Leben komplett auf den Kopf stellen.
Vielleicht denkt ihr: Na ja, ein bisschen Staub – wie schlimm kann das sein? Tatsächlich sehr schlimm. Piloten sind beim Landen und Starten auf freie Sicht angewiesen. Schlechte Sichtverhältnisse, die plötzlich und unerwartet auftreten, können in Sekundenbruchteilen zu gefährlichen Situationen führen. Ein Flugzeug, das sich bereits in der Warteposition befindet, kann nicht einfach mal eben auf die Bremse treten wie ein Auto.1 Flugplätze sind keine öffentlichen Parkplätze – wer dort unbefugt herumfährt und den Betrieb stört, spielt buchstäblich mit dem Leben anderer Menschen.
Dieser Vorfall zeigt mal wieder, wie schnell aus einer vermeintlich harmlosen Aktion eine echte Gefahr für viele Menschen werden kann. Der 18-Jährige wird sich nun vor der Justiz verantworten müssen – und das zurecht. Flugplätze sind Bereiche, in denen Sicherheit absolut oberste Priorität hat. Donuts gehören in die Bäckerei – oder meinetwegen auf eine abgesperrte Rennstrecke, aber definitiv nicht auf ein aktives Flugplatzgelände.1
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