Drei Verdächtige nach Angriff auf das Queere Zentrum in Mönchengladbach ermittelt. Staatsschutz ermittelt weiter.
Nach einem Angriff auf das Queere Zentrum „Queers an der Niers“ in Mönchengladbach im April 2026 hat die Polizei drei tatverdächtige Jugendliche ermittelt. Die Polizei sieht den Tatverdacht als erhärtet und der Staatsschutz ist weiterhin mit den Ermittlungen befasst. WDR
Im April 2026 wurde am Queeren Zentrum eine Fensterscheibe zerstört, ein Hakenkreuz an die Eingangstür gesprüht und der Schriftzug „Wir kommen“ daneben geschrieben. Drei Monate nach dem Angriff konnte die Polizei nun drei Jugendliche als Tatverdächtige benennen. Der Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung und wegen des „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“. WDR
Der Angriff auf das Zentrum wird als rechtsextrem eingestuft. Der genaue Hintergrund und das Motiv sind laut Polizei Teil der laufenden Ermittlungen. Die Vorstandssprecherin des Queeren Netzwerks NRW, Laura Becker, betont, dass diese Tat ein weiteres Beispiel für die Zunahme queerfeindlicher Gewalt in der Gesellschaft sei. Rechtsextreme würden zunehmend nicht mehr nur mit Worten, sondern auch mit direkter Gewalt agieren. WDR
Der Vorfall in Mönchengladbach steht nicht allein da. Laut Vereinsvorstand werden queere Räume mit gezielten rechtsextremen Einschüchterungsaktionen bedroht. Der Angriff wird von vielen Seiten verurteilt und als Angriff auf die offene Gesellschaft gewertet. WDR
Die Ermittlungen zu Hintergründen und Motiven dauern an. Der Staatsschutz prüft weiterhin, inwiefern die mutmaßlichen Täter oder deren Umfeld rechtsextrem motiviert sind. Zu den Details der Jugendlichen sowie weiteren möglichen Beteiligten macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit keine Angaben. WDR
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