Ende Gelände plant Proteste gegen Gaskraftwerke in Hamm. Klimacamp und Aktionen für Klimagerechtigkeit angekündigt.
Das Aktionsbündnis Ende Gelände hat für Freitag massenhafte Protestaktionen in Hamm und Umgebung angekündigt. Im Fokus steht der geplante Ausbau von Gaskraftwerken durch die Bundesregierung. Zeitgleich läuft in Hamm das Klimacamp im Lippepark mit Workshops und Vorträgen weiter.
Ende Gelände will mit massenhaftem zivilen Ungehorsam gegen den Bau neuer Gaskraftwerke protestieren. Der genaue Zeitpunkt und die Orte der Aktionen im Ruhrgebiet wurden bislang nicht bekanntgeben. Radio Lippewelle Hamm berichtet, dass sich die Proteste gegen die energiepolitischen Pläne der Bundesregierung richten.
Im Lippepark Hamm findet aktuell ein Klimacamp statt, bei dem es neben den geplanten Protesten auch ein breites Workshop- und Vortragsangebot gibt. Für Freitag wurde massenhafter ziviler Ungehorsam angekündigt. Das Bündnis mobilisiert erstmals seit 2022 wieder bundesweit zu einer größeren Massenaktion in der Region. Zudem werden rund 500 Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Ausland erwartet.
Hintergrund der Aktionen ist der Plan der Bundesregierung, 20 neue Gaskraftwerke zu bauen, davon fünf im Ruhrgebiet. Ende Gelände kritisiert dabei die Fokussierung auf fossile Energie und verweist auf vergangene Proteste gegen Braunkohlegruben und LNG-Terminals. Laut Mitteilung des Bündnisses sind auch lokale Gruppen aus Hamm seit Jahren am Widerstand gegen solche Gasprojekte beteiligt. Quelle: Radio Lippewelle Hamm
Die geplanten Gaskraftwerke sind für die Energiestrategie der Region umstritten, insbesondere im Ruhrgebiet. Die Proteste und das Klimacamp zeigen, dass Klimaschutzbewegungen auch 2026 mobilisierungsfähig sind und nicht nur mit Demonstrationen, sondern gezielt mit Aktionen des zivilen Ungehorsams agieren. Ein Sprecher der Klimabündnisse betonte, dass kurzfristige Interessen fossiler Konzerne oft über das Leben der Menschen in Hamm gestellt würden.
Mit den angekündigten Protesten knüpft Ende Gelände an bekannte Protestformen aus den vergangenen Jahren an und setzt damit ein Zeichen gegen den Ausbau fossiler Infrastruktur. Das Bündnis fordert alternative Strategien und setzt auf einen breiten gesellschaftlichen Diskurs zum Umgang mit Energie- und Klimapolitik.
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