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Arbeitslosigkeit in Krefeld und Kreis Viersen steigt erneut an
30. Mai 2026

Arbeitslosigkeit in Krefeld und Kreis Viersen steigt – aktuelle Zahlen, Gründe und Chancen am Ausbildungsmarkt.

Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Krefeld/Kreis Viersen ist erneut angestiegen. Im Juli wurden 21.511 Arbeitslose gemeldet, ein Plus von 890 Personen im Vergleich zum Vormonat. Verantwortlich sind vor allem saisonale Effekte sowie die Integration ukrainischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote im Bezirk liegt nun bei 7,5 Prozent.

Worum es geht

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli weiter gestiegen. Zum Stichtag lag sie bei 21.511 Personen, das sind 890 mehr als im Juni. Diese Entwicklung ist laut Agentur zum Teil saisontypisch und steht im Zusammenhang mit dem Ende von Schulausbildungen und Ausbildungsverhältnissen.

Die wichtigsten Fakten

  • 21.511 Arbeitslose im Juli im Agenturbezirk (+890 zum Vormonat).
  • Arbeitslosenquote: 7,5 Prozent (0,3 Prozentpunkte über Juni).
  • Krefeld: 10,3 Prozent Arbeitslosigkeit (Juni: 9,8%).
  • Kreis Viersen: 5,4 Prozent (Juni: 5,3%).
  • 1.082 arbeitslose Ukrainerinnen und Ukrainer sind derzeit im Agenturbezirk gemeldet.
  • Bestand an offenen Arbeitsstellen: 5.052 – damit stabil auf Vormonatsniveau.

Hintergrund

Laut Rainer Imkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen, ist der aktuelle Anstieg der Arbeitslosigkeit einerseits auf saisonale Effekte wie das Ende der Schulzeit und viele abgeschlossene Ausbildungen zurückzuführen. Es wird erwartet, dass insbesondere junge Fachkräfte nach der Sommerpause zügig wieder in den Arbeitsmarkt aufgenommen werden. Andererseits schlägt sich auch die Integration ukrainischer Kriegsgeflüchteter nieder.

Einordnung für NRW

Die Entwicklung in Krefeld und im Kreis Viersen spiegelt Trends wider, die landesweit zu beobachten sind. Die Arbeitslosigkeit ist dort besonders in der Altersgruppe der Berufseinsteiger angestiegen, erwartet wird jedoch oft eine rasche Gegenbewegung im weiteren Jahresverlauf. Die Konjunktur am Stellenmarkt bleibt stabil, was sich an den konstanten offenen Stellen ablesen lässt.

Ausblick

Für junge Menschen gibt es weiterhin gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt: 3.475 Ausbildungsstellen stehen knapp 2.786 suchenden Jugendlichen gegenüber. Auch nach Start des Ausbildungsjahres (1. August und 1. September) bestehen Einstiegsmöglichkeiten. Die Agentur für Arbeit empfiehlt, Kontakt zur Berufsberatung aufzunehmen.

Quellen

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