Das Kölner Unternehmen Fond of stellt seine Lifestyle-Marke Pinqponq ein und fokussiert sich künftig auf Produkte für junge Familien. Was steckt dahinter?
Köln hat nicht nur einen heißen Gastrosommer – wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben – sondern auch einige spannende Wirtschafts-News aus der Domstadt. Denn das Kölner Unternehmen Fond of aus dem Stadtteil Ehrenfeld, bekannt als Erfinder des Ergobags, stellt eine seiner Marken ein. Die Rede ist von Pinqponq – und das hat sowohl strategische als auch wirtschaftliche Gründe.1
Wer den Namen Fond of noch nicht kennt: Das Ehrenfelder Unternehmen steht hinter gleich mehreren Taschenmarken. Aktuell prangen noch sechs Logos neben der Eingangstür des modernen Bürogebäudes. Bald werden es nur noch fünf sein. Denn Pinqponq, die Lifestyle-Brand für „designaffine Menschen mit Anspruch“, fliegt aus dem Portfolio.1
Geschäftsführer Oliver Burger nennt das Ganze „Transformation“ – also eine strategische Neuaufstellung kombiniert mit einer Sortimentsbereinigung. Klingt erstmal nüchtern, bedeutet aber konkret: Pinqponq ist Geschichte.1
Der Grund ist eigentlich ziemlich nachvollziehbar. Fond of möchte sich künftig voll auf Artikel für junge Familien konzentrieren. Pinqponq mit seinen hochpreisigen Rucksäcken und Accessoires für Erwachsene aus dem urbanen Großstadtmilieu passt da einfach nicht mehr rein.1
Dazu kommt: Konsumzurückhaltung und politische Unsicherheiten haben die Branche zuletzt stärker belastet als das Geschäft mit Kinderprodukten. Sprich – wer Sachen für Kids verkauft, ist gerade deutlich besser dran als wer auf trendige Erwachsenen-Accessoires setzt.1
„Aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen haben wir uns dazu entschieden, die Marke einzustellen“, sagt Burger gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Klare Ansage.1
Die Einstellung von Pinqponq ist nicht ohne Einschnitte – laut Kölner Stadt-Anzeiger sind die Veränderungen auch personeller Natur.1 Das ist natürlich bitter für alle, die bei oder mit Pinqponq gearbeitet haben.
Gleichzeitig zeigt der Schritt, dass selbst erfolgreiche Unternehmen wie Fond of – immerhin haben sie mit dem Ergobag den einstigen Marktführer Scout vom Thron gestoßen – immer wieder neu denken müssen. Der Markt schläft nicht, und das gilt gerade in unsicheren Zeiten.1
Für alle Eltern, die gerade etwas nervös werden: Keine Panik! Die bekannten Kindermarken wie Ergobag und Affenzahn bleiben weiterhin Teil des Fond-of-Portfolios. Bei Schulranzen für Grundschüler sind übrigens laut Geschäftsführer Burger weiterhin Einhörner und Drachen angesagt – klassiker eben.1 Fond of bleibt damit seinem Kerngeschäft treu und setzt voll auf junge Familien als Zielgruppe.
Köln bleibt also ein spannender Wirtschaftsstandort – mit Unternehmen, die mutig umstrukturieren und dabei trotzdem ihren Wurzeln treu bleiben. Wir bleiben dran!
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