Evangelische Kirche Gladbach-Neuss findet 18 Verdachtsfälle bei Aktenprüfung zu sexualisierter Gewalt.
Im Zuge der Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt hat der Evangelische Kirchenkreis Gladbach-Neuss nach einer systematischen Aktenprüfung 18 Verdachtsfälle entdeckt. Ein erfahrenes Team prüfte rund 6.000 Personalakten gezielt auf Hinweise.
Sechs pensionierte Polizeibeamte sichteten die Akten im Auftrag des Kirchenkreises Gladbach-Neuss in insgesamt 565 Arbeitsstunden. Dabei stießen sie auf 18 auffällige Fälle mit Unstimmigkeiten. Konkrete Beweise für sexualisierte Gewalt wurden nicht gefunden, jedoch ergaben sich genügend Anhaltspunkte für weitere Untersuchungen. Die Verdachtsfälle werden nun von der Stabsstelle Prävention und Intervention aufgearbeitet. ANTENNE NRW
Die Untersuchung ist Teil einer umfassenden Strategie der evangelischen Kirche, alte Personalakten systematisch nach Hinweisen auf sexualisierte Gewalt zu durchsuchen. Speziell geschulte pensionierte Polizeibeamte bringen dabei ihre Expertise in diese sensible Arbeit ein. Kirchenkreis Gladbach-Neuss
Durch die intensive und professionelle Aktenprüfung setzt der Kirchenkreis Gladbach-Neuss ein Zeichen für Transparenz bei der Aufarbeitung möglicher Missbrauchsfälle. Auch andere Kirchenkreise in Nordrhein-Westfalen führen ähnliche Prüfungen aktuell durch. Die systematische Erfassung und Weiterverfolgung von Verdachtsfällen ist für Betroffene in der Region ein wichtiges Signal. Evangelische Zeitung
Die 18 identifizierten Verdachtsfälle gehen jetzt in eine genauere Prüfung durch die zuständige Stabsstelle. Die Aufarbeitung ist damit noch nicht abgeschlossen. Der Kirchenkreis betont, dass jeder Hinweis ernst genommen und die Untersuchung fortgesetzt wird. Radio 90,1
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