Großübung im Burgholztunnel: Wuppertals Feuerwehr probte mit 86 Einsatzkräften einen Tunnelbrand, ohne dass die Teams vorher Bescheid wussten.
Stell dir vor, der Alarm geht los, es heißt „Brand im Tunnel“, und du hast keine Ahnung, dass das Ganze nur eine Übung ist. Genau das ist den Einsatzkräften der Wuppertaler Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im Burgholztunnel passiert.1 Rund 200 Feuerwehrleute waren involviert, und für sie fühlte sich die Situation bis zum Schluss knallecht an.1
Gespielt wurde ein Autounfall mit drei Verletzten mitten im Tunnel, dazu kam eine Person, die sich angeblich im Rauch verlaufen hatte.1 Während sich der Rettungsdienst um die „Verletzten“ kümmerte, machte sich ein Erkundungstrupp auf die Suche nach dem Vermissten – und fand ihn auch. Der dichte Rauch, der durch den Tunnel zog, war zum Glück kein echtes Feuer, sondern kam aus einer Nebelmaschine.1
Richtig spannend wird’s, wenn man bedenkt: Nur ein kleiner Kreis aus der Feuerwehrführung wusste vorher, dass es sich um eine reine Übung handelt.1 So konnte realistisch getestet werden, wie gut die Abläufe im echten Ernstfall tatsächlich funktionieren und wo noch Luft nach oben ist. Insgesamt 86 Einsatzkräfte rückten für die „Brandbekämpfung“ aus, während rund 110 weitere Kräfte die Wachen besetzt hielten, falls es anderswo in der Stadt zu einem echten Notfall gekommen wäre.1 Getestet wurde dabei auch eine neue Taktik für solche speziellen Tunnelbrände, die den Einsatzkräften bisher nur aus der Theorie bekannt war.1
Tunnelbrände zählen zu den härtesten Einsatzlagen, die es für die Feuerwehr überhaupt gibt.1 Wenig Platz, heftige Rauchentwicklung und erschwerte Rettungswege machen jede Sekunde entscheidend. Deshalb muss so eine Vollübung laut Vorschrift auch alle vier Jahre wiederholt werden – das gilt übrigens nicht nur für Wuppertal, sondern auch für andere Städte in NRW, wie zuletzt in Meschede und Duisburg.1
Für alle, die am Abend durch den Burgholztunnel wollten, hieß es: Geduld haben. Schon um 18 Uhr wurde der Tunnel in beide Fahrtrichtungen komplett dichtgemacht, was prompt für lange Staus sorgte.1 Die Übung selbst zog sich bis etwa 21:30 Uhr, danach musste erstmal die komplette Einsatzstelle geräumt werden – dafür war Straßen.NRW zuständig.1 Genau diese Zusammenarbeit zwischen Straßen.NRW und der Feuerwehr stand übrigens auch mit auf dem Prüfstand.1
Am Ende des Abends zog die Feuerwehr ein positives Fazit. Ein Sprecher bestätigte, dass man mit dem Ergebnis der Übung zufrieden sei.1 Für die Wuppertaler Einsatzkräfte war’s ein Abend voller Adrenalin, Nebelmaschinen-Dampf und wertvoller Learnings fürs nächste Mal, wenn’s wirklich brennt.
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