Schon fünf obdachlose Menschen im Dortmunder Winter gestorben. Polizei meldet neue Todesfälle – Hilfsangebote gefordert.
In Dortmund sind im aktuellen Winter bereits fünf obdachlose Menschen verstorben. Zwei weitere Todesfälle wurden zuletzt bestätigt. Die Situation sorgt für Bestürzung und eine neue Debatte um Hilfsangebote.
Die Polizei Dortmund meldete kürzlich, dass innerhalb weniger Tage erneut zwei obdachlose Männer gestorben sind. Im gesamten Winter zählt die Obdachlosenszene der Stadt damit bereits fünf Todesopfer. Die beiden zuletzt Verstorbenen litten an Krankheiten, die Todesursache hängt laut Polizei vermutlich mit einer Kombination aus den Erkrankungen und der Kälte zusammen (Radio 91.2).
Ein Mann wurde am Sonntag vor einem Geschäft an der Hagener Straße in Brünninghausen regungslos gefunden und starb im Krankenhaus. Die Polizei kennt seine Identität bisher nicht. Der zweite Verstorbene ist ein 49-jähriger Pole, der von einem Rettungsteam an der Kampstraße versorgt und eingeliefert wurde – auch er starb im Krankenhaus. Die Ermittler gehen davon aus, dass Krankheit und die niedrigen Temperaturen die entscheidenden Faktoren waren (Radio 91.2).
Vor diesen beiden jüngsten Fällen waren in diesem Winter bereits drei weitere Obdachlose in Dortmund ums Leben gekommen: Ein 48-jähriger Pole in der Vorhalle des Dortmunder Hauptbahnhofs, ein 56-jähriger Mann an der Reinoldikirche sowie ein weiterer Mann, der am Freistuhl gefunden wurde. In mindestens zwei Fällen wurde die Todesursache als Kombination aus Krankheit und Alkohol angegeben. Verschiedene Organisationen in Dortmund fordern deshalb seit Wochen verstärkte Hilfe für wohnungslose Menschen – insbesondere in der kalten Jahreszeit (Radio 91.2).
Die Todesfälle in Dortmund zeigen exemplarisch die Gefährdungslage wohnungsloser Menschen im Winter. Neben Krankheit und Suchtproblemen sind vor allem niedrige Temperaturen ein lebensbedrohliches Risiko für Personen ohne gesicherten Schlafplatz. Das Thema wird daher nicht nur lokal, sondern in ganz NRW diskutiert. Auch auf Landesebene werden immer wieder verstärkte Hilfs- und Schutzmaßnahmen für Obdachlose gefordert.
Die Vorfälle in Dortmund haben eine neue Dringlichkeit in die Debatte um den Umgang mit Wohnungslosigkeit gebracht. Die Forderungen nach mehr Hilfsangeboten und besseren Schutzmöglichkeiten für Obdachlose in der kalten Jahreszeit konkretisieren sich. Lokale Organisationen und politische Akteure werden die Entwicklungen und Reaktionen in den nächsten Wochen weiter beobachten und bewerten.
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