Gen Z-Demo in Köln eskaliert: Böller, Vermummung und ein abgesagter Demozug führten zum Wasserwerfereinsatz der Polizei. Was genau passiert ist, liest du hier.
Eigentlich sollte es eine große Demo werden – angemeldet waren 15.000 Menschen bei der sogenannten Gen Z-Demo in Köln. Am Ende kamen laut Polizei zwar mehrere tausend Leute, aber deutlich weniger als erwartet.1 Und statt eines friedlichen Demozugs gab’s am Rande der Veranstaltung richtig Stress: Die Polizei musste einen Wasserwerfer einsetzen.
Ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa war vor Ort und berichtete, dass der Wasserwerfer zum Einsatz kam, nachdem mehrere Böller gezündet wurden.1 Das Wasser wurde dann auf Demonstranten gespritzt. Laut NRW-Innenministerium richtete sich die Aktion gegen „gewaltbereite Demonstranten“. Eine Sprecherin des Ministeriums erklärte, dass diese Personen die Standkundgebung verlassen wollten.1
Auch die Polizei äußerte sich dazu: Eine Polizeisprecherin sagte, dass es schon vor dem Wasserwerfereinsatz Angriffe mit Pyrotechnik auf die Einsatzkräfte gegeben hatte.1 Kein Wunder also, dass die Lage eskaliert ist.
Noch bevor der Wasserwerfer überhaupt zum Einsatz kam, hatte die Polizei bereits eine wichtige Entscheidung getroffen: Der geplante Demonstrationszug wurde abgesagt.1 Der Grund: Es wurde Pyrotechnik gezündet und mehrere Teilnehmende hielten sich nicht an das Vermummungsverbot. Beides zusammen hat für die Einsatzkräfte die Situation offenbar zu unsicher gemacht, um den Zug wie geplant durchzuführen.
Am Ende des Tages zeigt sich: Die Gen Z-Demo in Köln sollte eigentlich ein großes Statement werden, wurde aber von Ausschreitungen überschattet. Statt der angemeldeten 15.000 Teilnehmenden kamen nur ein Bruchteil davon zusammen, und durch die Aktionen einzelner gewaltbereiter Personen wurde der komplette Demozug gecancelt.1 Für die friedlichen Teilnehmenden, die eigentlich für ihre Anliegen auf die Straße gehen wollten, ist das natürlich bitter – am Ende dominierten Böller und Wasserwerfer die Schlagzeilen statt der eigentlichen Botschaft der Demo.
Wie es jetzt weitergeht und ob es weitere Reaktionen von Polizei oder Politik gibt, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Solche Vorfälle werfen immer wieder die Frage auf, wie Demonstrationen in Zukunft ablaufen sollen, damit friedlicher Protest möglich bleibt, ohne dass einzelne Krawallmacher alles kaputt machen.
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