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Gen-Z-Demo in Köln eskaliert: Pyrotechnik und Rauchfackeln am Rheinufer
31. Oktober 2026

Bei der Gen-Z-Demo in Köln eskaliert die Lage: Rauchfackeln, Pyrotechnik und Vermummte sorgen für Spannung – alle Updates zum Protest am Rheinufer.

Von der Standkundgebung zum Großaufgebot

Die „Gen Z regelt“-Demo in Köln hat sich am Samstag mächtig hochgeschaukelt. Was morgens noch recht überschaubar startete, wurde im Laufe des Tages zu einer echten Nervenprobe für die Polizei.1 Gegen 14 Uhr waren gerade mal etwa 100 Leute an der Bastei – bei den Demonstranten machte sich sogar Ernüchterung breit. „Ist das alles?“, fragte ein junger Teilnehmer ziemlich ratlos.1

Doch dann kam Bewegung in die Sache: Mehrere hundert bis tausend Menschen zogen Richtung Versammlungsort, viele davon mit Pro-Palästina- und kapitalismuskritischen Rufen im Gepäck.1 Am Nachmittag waren es schon rund 2.000 Teilnehmer – und dann kippte bei einem Teil des Demo-Zugs die Stimmung richtig.

Rauchfackeln und Pyrotechnik sorgen für Aufruhr

Aus einem Bereich mit pro-palästinensischen Demonstranten wurden plötzlich Rauchfackeln und Pyrotechnik gezündet. Die Polizei reagierte sofort und bezog in der Nähe der Gruppe Stellung.1 Schon vorher hatte ein Polizeisprecher gegenüber der Lokalredaktion klargemacht: Ob die Demo überhaupt durch die Innenstadt ziehen darf, hängt komplett vom Verhalten der Teilnehmer ab.1

Dazu kam, dass sich im hinteren Bereich des Zugs einige Leute vermummt hatten – auch das machte die Entscheidung über eine mögliche Aufzugsroute nicht einfacher.1 Zahlreiche „Merz leck Eier“-Rufe und erste Reden aus der linken Szene prägten mittlerweile die Atmosphäre am Konrad-Adenauer-Ufer.

Organisatoren bleiben trotzdem optimistisch

Emma Hübner, eine der Organisatorinnen des Kölner Protests, zeigte sich gegenüber der Lokalredaktion weiterhin zuversichtlich: Man rechne noch mit insgesamt 15.000 Teilnehmern. Den schleppenden Start erklärte sie mit Missverständnissen rund um die kurzfristige Verlegung des Kundgebungsortes.1 Einen eigenen Überblick über die tatsächliche Teilnehmerzahl hatte man zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht.

Spannend: Für den 20. November hat die Gruppierung bereits den nächsten großen Protest in Köln angekündigt. Eine Rednerin sprach davon, man wolle dann „Köln lahmlegen“.1

Polizei mit Großaufgebot, Halloween im Hintergrund

Dass der geringe Andrang trotz des großen Polizeiaufgebots keine Kostenfolgen für den Anmelder hat, bestätigte ein Sprecher: Der Einsatz laufe schließlich vor dem Hintergrund der Proteste in Europa – und der Tag sei ja noch lang gewesen.1 Tatsächlich hatte die Kölner Polizei auch für den Abend starke Präsenz in der Innenstadt angekündigt, schließlich wird an diesem Tag auch Halloween gefeiert.

Im Vorfeld hatten mehrere Händler ihre Geschäfte gegen mögliche Plünderungen abgesichert – darunter der Juwelier Wempe, der seine Schaufenster an der Hohe Straße mit schweren Platten sichern ließ und am Samstag sogar deutschlandweit alle Filialen schloss. Auch Starbucks und Douglas trafen Schutzmaßnahmen an mehreren Standorten.1

Köln bundesweit an der Spitze

Dass ausgerechnet Köln so im Fokus steht, hat einen Grund: Bis Freitag hatten über 14.000 Personen für die Domstadt zugesagt – mehr als in jeder anderen deutschen Stadt. Frankfurt folgte mit rund 13.000, Berlin mit über 10.000 Zusagen.1 Insgesamt haben sich bundesweit mehr als 160.000 Menschen online für die Teilnahme an den Protesten in über 30 Städten angemeldet.

Auch die Kölner Stadtspitze hatte sich im Vorfeld eingeschaltet: Oberbürgermeister Torsten Burmester traf sich am Donnerstagabend mit Jugendverbänden und sprach anschließend von einem konstruktiven Austausch, auch wenn man „nicht immer einer Meinung“ gewesen sei.1 Eine für den Heumarkt angemeldete Demo unter dem Titel „Antifa regelt“ wurde dagegen kurzfristig vom Anmelder abgesagt.1

Wie geht’s weiter?

Ob die Kölner Demo am Samstagabend tatsächlich durch die Innenstadt ziehen durfte oder bei der Standkundgebung blieb, hing am Nachmittag stark vom weiteren Verlauf ab. Klar ist aber: Mit dem nächsten Großprotest am 20. November dürfte das Thema in Köln so schnell nicht vom Tisch sein.

Quellen

  1. Newsblog zu „Gen Z regelt“ in Köln


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