Nahe NRW liegt mit der Abtei Maria Laach einer der schönsten Orte Deutschlands: Jahrhundertealte Bibliothek, Basilika und Vulkaneifel in einem Ausflug.
Ihr sucht einen Ausflug, der ein bisschen wie Kino aussieht, aber echt ist? Dann solltet ihr euch die Benediktinerabtei Maria Laach merken. Der Ort liegt zwar schon in Rheinland-Pfalz, aber von NRW aus ist man schnell da – und laut dem Reiseführer „Heimat Deutschland“ gehört die Abtei mit ihrer historischen Bibliothek zu den schönsten Orten in ganz Deutschland, wie Ruhr24 berichtet.
Die Abtei wurde laut Ruhr24 bereits 1093 gegründet. Schon damals sammelten die Mönche nicht nur Schriften, sondern fertigten auch kunstvolle Handschriften an. Heute können Besucher die alten Räumlichkeiten im Rahmen einer Führung besichtigen – täglich gibt es Termine, angemeldet wird über das Klosterforum. Die Bilder aus der Bibliothek erinnern optisch an Harry Potter, mit ihren geheimnisvollen Verwinklungen und den hohen Regalen voller alter Bücher.
Die Geschichte der Bibliothek ist dabei alles andere als geradlinig. Als die Abtei 1802 aufgehoben wurde, blieb vom alten Bestand fast nichts erhalten, nur zwei Handschriften fanden später zurück. 1855 zerstörte dann ein Brand große Teile des Klosters. Erst 1862 übernahmen die Jesuiten das Gebäude und bauten einen neuen Bibliotheksraum, der bis heute als Jesuitenbibliothek existiert. Als die Benediktiner 1892 zurückkehrten, waren die Regale leer – die Jesuiten hatten ihre Bücher bei ihrer Ausweisung mitgenommen. Nach und nach füllten Schenkungen und Ankäufe die Räume wieder auf.
Bis 2013 gab es laut Ruhr24 massiven Platzmangel, dann entstand ein neuer Bereich im ehemaligen Kuhstall. Heute umfasst die gesamte Bibliothek rund 260.000 Bände, die meisten davon im neuen Teil mit Verwaltungsräumen und modernem Lesesaal. Besonders wertvolle Schätze lagern unter kontrollierten klimatischen Bedingungen, damit sie nicht verfallen.
Wer nach der Bibliothek noch Lust auf mehr hat, wird direkt vor der Klostertür fündig. Der Vorhof der 1230 fertiggestellten Kirche gilt laut Ruhr24 mit seinen Bogengängen als Meisterwerk spätromanischer Steinmetzkunst. Auch Antenne NRW hat sich die Abtei genauer angeschaut: Die sechstürmige Basilika zählt demnach zu den schönsten romanischen Bauwerken Deutschlands. Das Benediktinerkloster wird bis heute von Mönchen bewohnt, ein Besuch der gesamten Anlage dauert zwischen 60 und 240 Minuten.
Die Lage macht den Unterschied: Die Abtei steht direkt am Laacher See, dem größten See der östlichen Vulkaneifel in der Ortsgemeinde Glees. Rund um den See erstreckt sich die Vulkaneifel, eine Region, die bis zu 699,8 Meter über Normalhöhennull reicht und sich durch ihre vulkanische Landschaft auszeichnet. Wer nach dem Kirchenbesuch noch Energie hat, findet hier reichlich Platz für einen Spaziergang oder eine kleine Wanderung.
Wer von weiter weg anreist, kann laut Ruhr24 sogar im Kloster übernachten. Die Einzelzimmer sind zweckmäßig eingerichtet, mit Bett, Schrank, Schreibtisch und eigenem Bad. Wer etwas mehr Platz braucht, bucht ein Doppelzimmer. Die Abtei liegt zwischen Bonn und Koblenz, in der Nähe gibt es sogar ein Unterwasser-Restaurant als zusätzliches Ausflugsziel.
Die Eifel insgesamt zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen Deutschlands, mit Maaren, Vulkanen und dem angrenzenden Nationalpark. Die Region erstreckt sich über Rheinland-Pfalz und NRW und bietet neben Maria Laach noch weitere Ziele wie den Nürburgring, den Nationalpark Eifel als ersten Nationalpark in NRW, die Dauner Maare oder das Hohe Venn. Maria Laach eignet sich also super, um an einem Tag Natur und Kultur zu verbinden – und lässt sich gut mit einem Abstecher zu anderen Punkten der Region kombinieren.
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