NRW startet ein Pilotprojekt: In Geldern, Rheinbach und Essen dürfen Häftlinge bald unter Aufsicht ins Internet gehen. Was dahintersteckt, liest du hier.
Klingt erstmal ungewohnt, ist aber ein echter Schritt in die Zukunft: In Nordrhein-Westfalen dürfen Häftlinge bald unter Aufsicht ins Internet. Das Justizministerium NRW hat ein Pilotprojekt angekündigt, das in drei Gefängnissen getestet wird – und das könnte die Resozialisierung in NRW ordentlich verändern.1
Los geht’s in den JVAs in Geldern, Rheinbach und Essen. Dort sollen spezielle Räume mit abgesicherten Endgeräten eingerichtet werden, in denen die Inhaftierten dann online gehen können – natürlich nicht ohne Aufsicht durch Vollzugsmitarbeiter, die jederzeit dabei sind.1
Freie Internetnutzung? Fehlanzeige. Freigeschaltet sind nur ausgesuchte Internetseiten. Der Gedanke dahinter ist aber total nachvollziehbar: Die Häftlinge sollen Kontakte zur Außenwelt pflegen, sich weiterbilden und sich vor allem auf die Zeit nach der Entlassung vorbereiten können.1
Das Justizministerium NRW hat klare Ziele für das Pilotprojekt formuliert. Hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
Bisher sieht der digitale Alltag hinter Gittern ziemlich überschaubar aus: Fernsehen, Radio hören oder Gedrucktes wie Zeitungen, Zeitschriften und Bücher lesen – das war’s. Mit dem neuen Pilotprojekt testet die Landesregierung NRW jetzt, ob ein eingeschränkter und überwachter Online-Zugang ohne Probleme funktionieren kann.1
Das Pilotprojekt ist ein spannendes Experiment, das zeigen soll, wie digitale Angebote die Resozialisierung von Häftlingen unterstützen können. Wer nach der Haft wieder voll im Leben ankommen will, braucht heute digitale Grundkenntnisse – das ist in unserer vernetzten Welt einfach Realität. NRW testet jetzt, ob der Weg dahin auch hinter Gittern beginnen kann. Wir bleiben für euch dran, wie sich das Pilotprojekt entwickelt – hier bei Antenne NRW auf antenne.nrw.1
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