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KI-Boom im Rheinland: Microsoft baut Rechenzentren im ehemaligen Kohlerevier
3. November 2026

Microsoft baut im Rheinischen Revier mehrere Rechenzentren für KI und Cloud. Wir zeigen, welche Standorte in NRW geplant sind und was bisher bekannt ist.

Vom Tagebau zur Cloud

Von Braunkohle zu Künstlicher Intelligenz – klingt erstmal krass, passiert aber gerade wirklich bei uns in NRW. Microsoft investiert im Rheinischen Revier, also da, wo früher Kohle gefördert wurde, in den Aufbau mehrerer Rechenzentren. Laut dem Online-Lexikon alpha-digital.de handelt es sich dabei um sogenannte Hyperscale-Rechenzentren, die für Cloud-Dienste und rechenintensive KI-Anwendungen genutzt werden sollen.

Diese Standorte sind geplant

Der erste Spatenstich fand am 12. März 2026 in Bergheim statt, unter dem Motto „KI für Deutschland“. Neben Bergheim sind laut alpha-digital.de noch drei weitere Standorte im Gespräch: Bedburg ist bereits genehmigt, in Elsdorf steht die Genehmigung noch aus und Grevenbroich kam im Juli 2026 als vierter Standort dazu. Alle Standorte liegen in NRW, genauer gesagt im Rheinischen Revier westlich von Köln.

Wann die Dinger wirklich laufen, ist noch nicht ganz klar. Nach Angaben von alpha-digital.de könnte der Teilbetrieb in Bergheim und Bedburg frühestens 2028 starten – das ist allerdings eine Einschätzung der Deutschen Presse-Agentur und keine offizielle Zusage von Microsoft. Grevenbroich soll sogar erst in den frühen 2030er-Jahren ans Netz gehen.

Wie viel Geld fließt eigentlich?

Microsoft hatte 2024 angekündigt, 3,2 Milliarden Euro in Deutschland zu investieren. Wichtig dabei: Diese Summe ist nicht nur für das Rheinische Revier gedacht, sondern deckt auch den Ausbau in Frankfurt sowie verschiedene Weiterbildungsprogramme ab. Wie genau sich das Geld auf die einzelnen Standorte verteilt, ist nicht bekannt.

Was wir (noch) nicht wissen

Ein bisschen Transparenz fehlt an der ein oder anderen Stelle noch. Microsoft hat bislang keine Angaben zu GPUs, elektrischer Leistung oder der tatsächlichen Rechenleistung der Anlagen gemacht. Auch wie groß der Anteil der KI-Rechenleistung an der Gesamtkapazität sein wird, bleibt offen. Fest steht nur: Die Kühlung der Rechenzentren soll ohne Wasserverdunstung auskommen – das ist zumindest schon mal ein Pluspunkt fürs Thema Nachhaltigkeit.

Strukturwandel mit Zukunft?

Für die Region ist das Ganze mehr als nur ein IT-Projekt. Das Rheinische Revier befindet sich seit dem Kohleausstieg mitten im Strukturwandel, und mit den neuen Rechenzentren entsteht hier ein ganz neues Standbein. Ob NRW damit wirklich fit für den großen KI-Boom wird, lässt sich aktuell noch nicht final sagen – schließlich fehlen viele konkrete Zahlen zur tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Anlagen. Klar ist aber: Das Revier mischt beim Thema Künstliche Intelligenz ordentlich mit, und wir behalten das für euch im Blick.

Quellen


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