Die Pläne für die Sozialhäuser in Köln-Klettenberg stehen fest: 63 neue Wohnungen und eine sechszügige Kita sollen an der Geisbergstraße entstehen.
Wohnungsbau-Themen in NRW haben es manchmal in sich – wie wir in einem früheren Beitrag über das Trabrennbahn-Projekt bereits gezeigt haben, läuft so ein Vorhaben selten glatt. Und auch in Köln-Klettenberg zieht sich eine Bau-Geschichte schon seit Jahren hin. Jetzt gibt es aber endlich konkrete Neuigkeiten: Die Pläne für die sogenannten „Sozialhäuser“ an der Geisbergstraße stehen fest.1
Die Häuser an der Geisbergstraße 47c bis 53c sind kein normaler Wohnblock. Gebaut in den 1960er-Jahren, entsprachen sie schon seit Jahren nicht mehr den baulichen Standards. Vor rund sieben Jahren kündigte die Stadt an, die Gebäude zu sanieren oder abzureißen und neu zu bauen. Die Menschen, die dort gewohnt haben – teils seit Generationen – mussten ausziehen. Sie waren als Empfänger staatlicher Unterstützung in einem „öffentlich-rechtlichen Nutzungsverhältnis“ untergebracht und wurden in andere Viertel verlegt.1
Passiert ist danach: erst mal wenig. Der angekündigte Abriss oder die Sanierung blieb aus. Seit März 2023 sind in den Häusern rund 100 Geflüchtete untergebracht – ein Provisorium, das nun ebenfalls ein Ende finden soll.1
Die Linke in der Bezirksvertretung Lindenthal hatte bei der Verwaltung nachgehakt – und die hat jetzt geantwortet. Demnach sieht ein Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2022 vor, dass die bestehenden Sozialhäuser sowie die alte Kita an der Geisbergstraße abgerissen und durch vier neue Mehrfamilienhäuser und eine neue Kindertagesstätte ersetzt werden.1
Und so sieht der Zeitplan aus:
Das Ergebnis soll sich wirklich sehen lassen: Insgesamt 63 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 5.000 Quadratmetern für bis zu 176 Personen. Die Wohnungen richten sich an Menschen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind – geplant sind Einheiten für Singles, Paare und Familien. Alle Wohnungen sollen barrierefrei sein und in den oberen Etagen über Aufzüge erreichbar sein.1
Außerdem sollen die Häuser unterkellert werden und genug Platz für Fahr- und Lastenräder sowie Autos bieten. Auf den Außenanlagen sind eine Spielfläche und weitere Fahrradstellplätze geplant. Die neue Kita soll sechszügig werden – also ein echter Gewinn für den Stadtteil.1
Klar ist: Schnell geht das alles nicht. Die Bagger rollen frühestens in rund zwei Jahren an – und dann sind die ursprünglichen Bewohner der Sozialhäuser bereits fast zehn Jahre ausgezogen. Das zeigt, wie komplex und langwierig solche städtischen Bauprojekte sein können, wie auch das Wohnungsbauprojekt in Dinslaken rund um die alte Trabrennbahn deutlich macht.2
Aber hey: Immerhin steht jetzt ein konkreter Plan. Köln-Klettenberg bekommt damit nicht nur neuen Wohnraum für Menschen in schwierigen Situationen, sondern auch eine moderne Kita. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung – auch wenn er eine Weile auf sich warten lässt.
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