Nach langer Trockenheit kommen auf NRW und Köln erhebliche Niederschläge zu. Was die Wettermodelle vorhersagen und worauf ihr euch jetzt vorbereiten solltet.
Der Sommer zeigt sich von seiner nassen Seite: Nach einer langen Trockenperiode zeichnet sich für Nordrhein-Westfalen – und besonders für Köln und das Rheinland – eine deutlich feuchtere Phase ab. Verschiedene aktuelle Modellrechnungen, die am 19. August veröffentlicht wurden, deuten auf erhebliche Niederschlagsmengen in den kommenden Tagen hin. Auch das Wetterportal von Jörg Kachelmann berichtet darüber.1
Spannend ist: Die beiden großen Wettermodelle liefern ziemlich unterschiedliche Prognosen. Das deutsche ICON-Modell rechnet lokal mit Niederschlagsmengen von über 100 Litern pro Quadratmeter bis zum 26. August. Das europäische ECMWF-Modell hingegen kommt zu deutlich geringeren Werten.1 Kurzum: Wie viel Regen genau bei euch ankommt, ist noch offen.
Der Grund für die Unsicherheit? Die genaue Lage der Tiefdruckgebiete und feuchten Luftmassen ist noch nicht ausreichend festgelegt. Schon kleine Abweichungen bei Zugbahn und Geschwindigkeit können die Niederschlagsverteilung komplett verändern – Meteorologen betonen das ausdrücklich.1
Die stärksten Signale zeigen die Wetterkarten vor allem für Regionen in der Mitte und im Süden Deutschlands. Für Nordrhein-Westfalen liegen die berechneten Mengen im mittleren Bereich – je nach Modell und genauer Lage könnten mehrere Dutzend Liter pro Quadratmeter zusammenkommen.1
Und so wird das Wetter wohl ablaufen: Kein gleichmäßiger Dauerregen, sondern eher wechselhafte Regen- und Gewitterphasen, in denen innerhalb kurzer Zeit größere Mengen fallen können. Die Temperaturen bleiben dabei weit unter 30 Grad.1
Nach der langen Dürreperiode wäre ordentlich Regen natürlich eine willkommene Abwechslung – vor allem für die Landwirtschaft und für ausgetrocknete Böden und Vegetation. Aber: Fallen die Niederschläge innerhalb kurzer Zeit in größerem Umfang, können kleinere Bäche und Flüsse schnell anschwellen.1 Was das im schlimmsten Fall bedeutet, kennt ihr: überflutete Straßen, vollaufende Keller, Probleme in der Kanalisation – und in extremen Fällen sogar Sturzfluten.
Für Köln und das Rheintal gilt deshalb: Haltet die aktuellen Warnungen der Wetterdienste im Blick! Wie stark die Niederschläge tatsächlich ausfallen werden, wird sich erst in den nächsten Tagen klarer abzeichnen.1
Eine feuchtere Phase kommt – das ist sicher. Ob sie für euch in NRW zum echten Regen-Event wird, hängt davon ab, wie sich die Großwetterlage weiterentwickelt. Bleibt also aufmerksam, checkt regelmäßig aktuelle Wetterupdates und seid auf wechselhafte Bedingungen vorbereitet. Den Sonnenschirm könnt ihr erstmal in der Ecke lassen – der Regenschirm hat jetzt seinen großen Auftritt.
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