In Köln-Mülheim stürzte ein mutmaßlicher Trickbetrüger bei seiner Flucht auf einem E-Scooter schwer. Ein Haftrichter erließ am nächsten Tag Haftbefehl.
Der Stadtteil Köln-Mülheim macht erneut Schlagzeilen. Hatten wir euch zuletzt in einem früheren Beitrag über die Schüsse auf ein Juweliergeschäft in Köln-Mülheim berichtet, folgt jetzt der nächste Fall aus dem Viertel – und der hat es ebenfalls in sich.2
Am Freitag, dem 21. August, gegen 15.10 Uhr wollte ein 32-jähriger mutmaßlicher Betrüger offenbar das Weite suchen – doch sein Fluchtversuch endete buchstäblich im Gebüsch. Oder genauer gesagt: im Grünstreifen.1
Zivilkräfte der Polizei Köln hatten den Mann bemerkt, als dieser sich augenscheinlich von den Beamten entfernen wollte. Die Polizisten gaben sich daraufhin lautstark zu erkennen und nahmen die Verfolgung auf. Der 32-Jährige flüchtete auf einem E-Scooter – kam damit allerdings nicht weit: Er geriet in einen Grünstreifen und fuhr gegen ein im Hochparterre angebrachtes Balkongitter an der Legienstraße. Der Sturz zog ihm erhebliche Verletzungen zu, sodass er zur Behandlung in eine Klinik gebracht werden musste. Direkt nach dem Unfall nahmen die Beamten ihn fest.1
Den Ermittlungen zufolge soll sich der Mann kurz vor seiner Flucht als angeblicher Sparkassenmitarbeiter ausgegeben haben, um sich Zutritt zur Wohnung eines 89-jährigen Mannes an der nahegelegenen Ulitzkastraße zu verschaffen. Sein Ziel: die EC-Karte des Seniors sowie die dazugehörige PIN abzuholen. Als die PIN nicht auffindbar war, soll der Verdächtige kurzerhand 600 Euro Bargeld gestohlen haben – ein klassischer Trickbetrug zulasten eines älteren Menschen.1
Die Justiz hat schnell reagiert: Bereits am darauffolgenden Samstag, dem 22. August, erließ ein Haftrichter Haftbefehl gegen den 32-Jährigen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.1 Der Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig aufmerksame Zivilkräfte vor Ort sind – und dass Kriminelle selbst mit einem E-Scooter nicht weit kommen, wenn die Polizei dahinter ist.
Dass Köln-Mülheim derzeit besonders im Blickfeld der Ermittler steht, ist kein Zufall. Der Stadtteil hatte zuletzt mit mehreren Vorfällen für Aufsehen gesorgt. Die Polizei ist präsent – und das zahlt sich offensichtlich aus. Wer selbst verdächtige Beobachtungen macht oder Hinweise zu ähnlichen Trickbetrügereien hat, sollte sich direkt an die Polizei Köln wenden.1
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