Krefeld baut am Glockenspitz neue Radfahrstreifen. Alte Radwege weichen. Parkplätze entfallen. Alle Fakten zum Radwege-Umbau.
Am Glockenspitz in Krefeld sollen Radfahrer künftig direkt auf der Straße fahren. Im Zuge der geplanten Änderungen werden alte Radwege zurückgebaut, Gehwege erneuert und rund 20 Parkplätze entfernt. Der Parkdruck gilt dabei als gering. Über die finalen Maßnahmen entscheidet der zuständige Fachausschuss im April.
Im Abschnitt zwischen Glindholzstraße und Ebersteg sollen beidseitig neue Radfahrstreifen auf der Fahrbahn entstehen. Die Breite dieser Streifen wird zwischen 2,30 und 3,30 Metern liegen. Der Grund für die Maßnahme: Die bisherigen Radwege sind durch Wurzelschäden so beschädigt, dass eine dauerhafte Sanierung nicht mehr möglich ist. Die geplanten Radfahrstreifen sind eine Alternative zum klassischen Radweg und sollen für mehr Sicherheit und Komfort sorgen.
Die Bezirksvertretung Ost der Stadt Krefeld befasst sich am 19. Februar mit dem Thema. Hintergrund der Sanierung ist, dass die alten Radwege durch eingewachsene Baumwurzeln massiv beschädigt sind. Die Krefelder Verwaltung sieht darin eine nachhaltigere Lösung, als die alte Trennung von Rad- und Gehwegen mit ständigem Sanierungsbedarf beizubehalten.
Die geplanten Umbaumaßnahmen am Glockenspitz stehen exemplarisch für viele Städte in Nordrhein-Westfalen, die ihre Infrastruktur für Radfahrende modernisieren. Der Wechsel von traditionellen Radwegen hin zu Radfahrstreifen auf der Fahrbahn ist ein Schritt, um den Radverkehr sichtbarer und sicherer zu machen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität auf Gehwegen zu verbessern. Wegfallende Parkplätze werden häufig durch einen insgesamt geringen Parkdruck im Stadtgebiet kompensiert.
Nach der Vorstellung in der Bezirksvertretung trifft der zuständige Fachausschuss im April die endgültige Entscheidung für die Umsetzung. Die Maßnahme ist Teil umfassender Bemühungen, den innerstädtischen Radverkehr in Krefeld sicherer und attraktiver zu gestalten. Die Erfahrungen aus diesem Projekt könnten auch andere Kommunen in NRW beeinflussen.
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