In Köln-Bickendorf wurde der Vereinsbus der „Aktion Nachbarschaft“ gestohlen – ein Verlust von 35.000 Euro, der den gemeinnützigen Verein hart trifft.
Stell dir vor, du kommst morgens ins Büro – und alles ist durchwühlt, das Türschloss kaputt, Ordner auf dem Boden und der wichtigste Besitz des Vereins einfach weg. Genau das ist der „Aktion Nachbarschaft“ in Köln-Bickendorf passiert. In der Nacht von Freitag auf Samstag haben Einbrecher zugeschlagen – und der Verein steht jetzt vor einem echten Problem.1
Die Diebe haben zunächst die Tür des Vereinsbüros in Bickendorf aufgebrochen und dann den Schlüsseltresor gestohlen. Darin befanden sich unter anderem der Schlüssel zum Vereinsbus, der schräg gegenüber in einer Tiefgarage stand. Das Ergebnis: Der Bus ist weg.1
Aber damit nicht genug – die Einbrecher haben das Büro komplett durchwühlt. Schranktüren hingen schief in den Angeln, die leeren Plastikeinsätze der Geldkassette lagen herum, und die Diebe schnappten sich zusätzlich noch einen vierstelligen Bargeldbetrag. Fabienne Wella, Assistentin der Geschäftsführung, war eine der ersten vor Ort und beschreibt ihre Reaktion so:1
„Ich war nur am Zittern. Das hier ist mein Leben, ich hätte mir sowas nie vorstellen können.“
Bei dem gestohlenen Fahrzeug handelt es sich um einen Ford Transit – einen Neunsitzer, der für den Verein buchstäblich unersetzlich ist. Geschäftsführer Christian Baack bringt es auf den Punkt:1
„Ausgerechnet so einen kleinen gemeinnützigen Verein zu beklauen, ist ärgerlich. Der Bus ist unser wertvollstes Werkzeug. Das ist für uns dramatisch, dass der weg ist.“
Der Bus wurde für ganz verschiedene Zwecke eingesetzt – und das macht seinen Verlust so schmerzhaft für die Community:1
Die „Aktion Nachbarschaft“ ist kein Verein, der einfach so existiert – die Mitarbeitenden und Ehrenamtler leisten echte Arbeit in benachteiligten Kölner Stadtteilen. Der Verein ist in Bickendorf, Bocklemünd und Müngersdorf aktiv und kümmert sich um Lebensmittelausgaben, eine Fahrradwerkstatt, Beratungsstellen und Sportangebote für Kinder.1
Der gestohlene Bus hat rund 35.000 Euro gekostet – finanziert aus Eigenmitteln, Fördergeldern und Spenden, unter anderem über die Fernsehlotterie. Geld, das der Verein jetzt nicht einfach wieder aufbringen kann. Christian Baack macht das deutlich: „Sowas können wir hier gerade überhaupt nicht gebrauchen. 35.000 Euro für einen Bus, die haben wir nicht.“1
Die Polizei ist informiert, die Spurensicherung war vor Ort. Jetzt laufen die Gespräche mit der Versicherung. Gleichzeitig bereitet sich der Verein auf ein anstehendes Stadtteilfest vor – und das ohne den gewohnten Transporter. Eine echte Herausforderung.1
In der Hochhaussiedlung in Bickendorf hat sich der Einbruch schnell herumgesprochen. Der Verein und die Nachbarschaft hoffen jetzt auf Hinweise: Wer den auffälligen weißen Bus mit dem Aufdruck „Aktion Nachbarschaft“ irgendwo sieht, sollte auf jeden Fall die Augen offenhalten und die Polizei informieren.1
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