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Nach vier Jahren geklärt: Fingerabdrücke überführen Einbrecher in Havixbeck
5. November 2026

Vier Jahre nach einem Einbruch in Havixbeck führen gespeicherte Fingerabdrücke zum Täter. So konnte die Polizei Coesfeld den Fall kurz vor der Verjährung…

Alte Spuren, neuer Treffer

Manchmal dauert es eben ein paar Jahre, bis sich eine Ermittlungsakte wieder schließt. Genau das ist jetzt in Havixbeck passiert: Ein Einbruch aus dem Jahr 2022 gilt als aufgeklärt, weil die Polizei damals am Tatort Fingerabdrücke gesichert hat, die über vier Jahre lang einfach im System lagen. Wie die Polizei Coesfeld berichtet, war im März 2022 in die Gemeinschaftsschule an der Schulstraße eingebrochen worden. Gestohlen hat der Täter damals nichts, dafür aber ordentlich Sachschaden hinterlassen.

Erster Abgleich ohne Erfolg

Die Spurensicherung war schon damals gründlich: Die Kriminalpolizei stellte unter anderem Fingerabdrücke sicher. Ein erster Abgleich mit bereits gespeicherten Abdrücken brachte allerdings keinen Treffer, wie die Polizei Coesfeld mitteilt. Die Ermittler konnten die Spuren also keinem Tatverdächtigen zuordnen, das Strafverfahren wurde daraufhin vorläufig eingestellt. Die Fingerabdrücke selbst blieben aber gespeichert – und genau das sollte sich am Ende auszahlen.

Drogen-Kontrolle bringt den Durchbruch

Der Zufall kam über einen ganz anderen Fall ins Spiel: Ein 20-jähriger Havixbecker wurde wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erkennungsdienstlich behandelt. Dabei wurden auch seine Fingerabdrücke erfasst – und das System schlug sofort Alarm. Es gab eine Übereinstimmung mit den Spuren vom Einbruch in die Gemeinschaftsschule aus dem Jahr 2022. Nach Angaben von Newsflash24 war damit die Tat noch kurz vor Ablauf der Verjährungsfrist geklärt. Das Verfahren wurde wieder aufgenommen, der junge Mann muss sich nun wegen des Vorwurfs des besonders schweren Falls des Diebstahls verantworten.

Einbrüche bleiben Thema in NRW

Der Fall aus Havixbeck zeigt, wie wichtig akribische Spurensicherung direkt nach der Tat ist – auch wenn der Erfolg erst Jahre später kommt. Dass Einbrüche in NRW generell ein großes Thema sind, zeigen auch die Zahlen: Laut Bundeskriminalamt stieg die Zahl der registrierten Einbrüche im Land von 23.528 im Jahr 2022 auf 27.061 im Jahr 2023 – ein Plus von rund 15 Prozent. Damit hatte NRW 2023 die meisten Einbruchsfälle aller Bundesländer. Immerhin kletterte auch die Zahl der aufgeklärten Fälle von 3.385 auf 3.616, die Zahl der Tatverdächtigen stieg von 2.789 auf 3.069.

Dass solche Taten keine Seltenheit sind, zeigt sich auch an anderer Stelle im Land: Erst vor kurzem haben wir in einem früheren Beitrag über einen Einbruch in Hamm berichtet, bei dem Schmuck aus einer Wohnung an der Heinrich-Lübke-Straße gestohlen wurde. Auch dort war es tagsüber zu der Tat gekommen, während die Bewohner nicht zu Hause waren. Solche Taten machen deutlich: Einbrecher schlagen oft genau dann zu, wenn Wohnungen oder Häuser leer stehen – ein Grund mehr, wachsam zu bleiben und verdächtige Beobachtungen der Polizei zu melden.

Was der Fall zeigt

Der Havixbecker Fall macht Mut: Auch wenn ein Einbruch zunächst ungeklärt bleibt, heißt das nicht, dass die Akte für immer geschlossen ist. Gespeicherte Spuren können noch Jahre später den entscheidenden Hinweis liefern. Für den 20-Jährigen aus Havixbeck geht die Geschichte jetzt vor Gericht weiter.

Quellen


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