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Nächste Baustelle auf der Schiene: S-Bahn zwischen Köln und Düsseldorf monatelang gesperrt
10. September 2026

Nach der Vollsperrung zwischen Köln und Düsseldorf ist die S-Bahn-Strecke bis Dezember 2026 erneut gesperrt.

Kaum vorbei, schon geht’s weiter

Pendler zwischen Köln und Düsseldorf können sich kaum erholen: Gerade ist die große Vollsperrung der Bahnstrecke zu Ende gegangen – da folgt direkt die nächste Bauphase. Diesmal trifft es vor allem die S-Bahn, und zwar für mehrere Monate. Wer regelmäßig auf dieser wichtigen NRW-Achse unterwegs ist, sollte sich jetzt schon auf Umleitungen und Ersatzbusse einstellen.1

Das war bisher los

Vom 21. August bis zum 4. September 2026 sperrte die DB InfraGO die komplette Strecke zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf Hauptbahnhof. Fern-, Regional- und S-Bahnen fuhren in dieser Zeit über Umleitungen oder wurden durch Schienenersatzverkehr mit Bussen ersetzt – eine echte Belastungsprobe für alle, die täglich zwischen den beiden Großstädten pendeln.1

Die neue Sperrung: S-Bahn bis Dezember betroffen

Direkt im Anschluss, vom 4. September bis zum 4. Dezember 2026, ist die S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf Hauptbahnhof erneut gesperrt. Damit ziehen sich die Bauarbeiten auf der wichtigen NRW-Achse insgesamt über mehr als dreieinhalb Monate. Die DB rät Fahrgästen, sich vor jeder Fahrt über die tagesaktuelle Verkehrslage zu informieren, da sich Anschlüsse und Fahrzeiten durch die Arbeiten laufend verändern können.1

Was auf der Strecke alles gebaut wird

Hinter der langen Sperrphase steckt ein umfangreiches Bauprogramm, das mehrere Projekte gleichzeitig abarbeitet:1

  • RRX-Ausbau: Im Bereich Langenfeld werden Nacharbeiten für den Rhein-Ruhr-Express durchgeführt – zum Beispiel das Versetzen von Signalauslegern und Kabeltiefbauarbeiten. Auf Düsseldorfer Stadtgebiet starten zudem vorbereitende Maßnahmen samt Kampfmittelsondierung.
  • Bahnhofsmodernisierung Düsseldorf-Benrath: Der S-Bahnsteig an Gleis 3/4 wird barrierefrei umgebaut und auf rund 220 Meter verlängert. Zwei Einstiegshöhen (76 und 96 cm) sollen künftig sowohl S-Bahnen als auch Regionalzüge bedienen können. Dazu kommen neue Sitzbänke, ein taktiles Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen sowie neue Beleuchtung. Bahn, Land NRW und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr investieren dafür rund 3,6 Millionen Euro; fertig sein soll der Umbau im zweiten Quartal 2027.
  • Brückenarbeiten in Düsseldorf: An den Eisenbahnbrücken „Garather Bach“, „Rostocker Straße“ und „Koblenzer Straße“ werden sämtliche Rollenlager ausgetauscht.
  • Gleiserneuerung: Im Bereich Langenfeld werden drei Weichen und knapp 140 Meter Gleis erneuert – rund 220 Schwellen und 400 Tonnen Schotter kommen dabei weg. Zwischen Leverkusen-Mitte und Küppersteg wird eine weitere Weiche eingebaut. Den größten Umfang hat der Abschnitt zwischen Leverkusen und Köln-Mülheim: Dort tauscht die Bahn mehr als 7.800 Meter Gleis, über 8.600 Schwellen und mehr als 6.500 Tonnen Schotter aus.

Auch Straßen.NRW nutzt die Sperrpause, um an der Straßenbrücke „Knipprather Straße“ in Langenfeld Arbeiten durchzuführen.1

Die Strategie dahinter – und was das für euch bedeutet

Die DB InfraGO setzt bewusst auf Bündelung: Statt viele kleine Sperrungen über Jahre zu verteilen, sollen möglichst viele Maßnahmen in einem zusammenhängenden Zeitraum abgearbeitet werden. Die Idee dahinter klingt logisch – für Pendlerinnen und Pendler bedeutet es trotzdem eine intensive Phase mit Einschränkungen, die sich bis in den Dezember zieht. Wer auf der Strecke zwischen Köln und Düsseldorf unterwegs ist, sollte die Reise aktuell immer gut planen und vor dem Start kurz die Verkehrslage checken. Und ja: Etwas Geduld gehört gerade leider dazu.1

Quellen

  1. Nach empfindlicher Sperrung folgt schon die nächste auf wichtiger NRW-Bahnstrecke – 24rhein.de


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