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Rhein auf Rekordtief: Pegelstände in NRW fallen weiter – keine Entspannung in Sicht
11. August 2026

Der Rhein in NRW erreicht historische Tiefstwerte – in Köln, Düsseldorf und Emmerich fallen die Pegel weiter. Eine Entspannung ist laut Experten nicht in Sicht.

Historischer Tiefstand – und es wird noch schlimmer

Krasse Nachrichten für NRW: Der Rhein erreicht gerade Pegelstände, die wir so noch kaum gesehen haben. In Köln wurde ein historischer Tiefstwert von 56 Zentimetern gemessen – und laut Prognose soll der Pegel bis zum späten Freitagabend sogar auf 47 Zentimeter fallen.1 Klingt unglaublich? Ist es auch. „Man kann es kaum glauben, was man da sieht“, sagt Moritz Axt, Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein.1 Und eine schnelle Besserung? Fehlanzeige.

Was an den einzelnen Pegeln los ist

Der Blick auf die verschiedenen Messstationen entlang des Rheins in NRW zeigt: Das Niedrigwasser trifft die gesamte Region – von Köln bis zur niederländischen Grenze.1

  • Köln: Aktuell 56 Zentimeter – historischer Tiefstwert. Bis Freitagabend werden 47 Zentimeter erwartet. Die Fahrrinne ist zwar tiefer (in Köln etwa 1,11 Meter mehr als der Pegelstand am Ufer), aber Schiffe können nur noch mit deutlich reduzierter Fracht fahren.1
  • Düsseldorf: Der bisherige Rekord von 10 Zentimetern vom 7. August wird laut Vorhersage noch in dieser Woche geknackt. Für Freitagabend werden sogar nur noch 2 Zentimeter erwartet.1
  • Duisburg-Ruhrort: Der Negativ-Rekord von 140 Zentimetern vom 8. August wurde am Dienstagmittag wieder erreicht – und wird nicht lange Bestand haben. Bis Samstag wird ein Rückgang auf 130 Zentimeter prognostiziert.1
  • Emmerich: Hier liegt der Schwimmer des Pegels bereits seit Tagen trocken – eine Sonde liefert die Daten. Am Dienstagmittag waren es minus elf Zentimeter, für Freitag werden minus 18 Zentimeter erwartet.1

Alte Rekorde von 2018 werden weit übertroffen

Zur Einordnung: Die alten historischen Tiefstwerte an den Pegeln Köln, Düsseldorf und Duisburg-Ruhrort stammten bisher vom 23. Oktober 2018. Sollte die aktuelle Prognose eintreffen, würden diese Werte um mehr als 20 Zentimeter unterschritten.1 Auch in Emmerich könnte ein neuer Negativ-Rekord folgen – 17 Zentimeter unter dem bisherigen Tiefstand vom 18. August 2022.1

Was bedeutet das für uns in NRW?

Der Rhein ist eine der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands – gerade hier bei uns in Nordrhein-Westfalen. Niedrige Pegelstände bedeuten, dass Frachtschiffe weniger Ladung transportieren können, was sich direkt auf die Wirtschaft auswirkt. Zwar sind die Fahrrinnen noch passierbar, aber die Einschränkungen sind real.1 Moritz Axt vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt macht wenig Hoffnung: Zwar sei in der kommenden Woche ein leichter Anstieg der Pegelstände zu erwarten – „Das stellt noch keine Entspannung dar.“1 Die Wasserstände bleiben auf einem sehr niedrigen Niveau.

Augen auf den Rhein

Wer gerade in Köln, Düsseldorf oder Duisburg unterwegs ist, kann sich selbst ein Bild machen – der Anblick des extrem niedrigen Rheins ist aktuell wirklich beeindruckend (wenn auch besorgniserregend). Wir bei Antenne NRW halten euch auf dem Laufenden, wie sich die Lage entwickelt. Schaut regelmäßig auf antenne.nrw rein – damit ihr immer wisst, was in NRW gerade abgeht.

Quellen

  1. Niedrigwasser – Pegelstände des Rheins fallen weiter – Rekordtief in Köln – SZ.de


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