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RWE im Verletzungs-Stress: Dünner Kader vor englischer Woche
20. Oktober 2026

RWE kassiert nach zwölf Pflichtspielen die erste Pleite und kämpft mit Verletzungssorgen im Kader.

Erste Pleite seit Wochen – und Personalsorgen obendrauf

Zwölf Pflichtspiele lang war Rot-Weiss Essen ungeschlagen, dann war Schluss: Beim FC Ingolstadt gab’s ne 0:1-Pleite, obwohl die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat vor der Halbzeit richtig gute Chancen hatte. Danach fand RWE gegen die nach ihrer Führung kompakt stehenden Schanzer einfach kein Mittel mehr. Und als wäre das nicht genug, droht jetzt auch noch längerer Ausfall bei einem Stammspieler – der ist im Training umgeknickt.

Kader wird immer dünner

Das Verletzungspech trifft RWE gerade richtig hart. Weil so viele Spieler fehlen, musste beim Spiel in Ingolstadt schon der erst 17-jährige Rami Malaeb ran und gab von der Bank aus sein Drittliga-Debüt. Im RWE-Talk „Vonne Hafenstraße – Inside RWE“ ordneten RWE-Reporter Julian Witzel und RevierSport-Redakteur Tizian Canizales das Ganze ein: Malaeb habe definitiv Talent, aber gegen die abgezockten Drittligaverteidiger war körperlich einfach noch nicht viel zu holen. Logisch, der Junge ist ja auch erst 17.

Canizales bringt’s im Talk auf den Punkt: Im Essener Kader darf jetzt wirklich nichts mehr passieren. Zum Vergleich: Tabellenführer MSV Duisburg hätte von der Bank aus ganz andere Wechseloptionen. Dabei ist RWE in der Offensive eigentlich top aufgestellt – laut Canizales sogar eine der fünf besten Offensiven der Liga.

Glück im Unglück: Konkurrenz patzt auch

Immerhin: Am Wochenende haben sich MSV Duisburg und Viktoria Köln im direkten Duell mit 1:1 getrennt, wie RevierSport berichtet. Damit bleibt RWE trotz der Niederlage dran an der Spitze der 3. Liga. Nach zehn Spieltagen steht der Verein mit 18 Punkten auf Platz drei, nur fünf Zähler hinter Spitzenreiter Duisburg.

Jetzt wird’s eng: Englische Woche steht an

Zeit zum Ausruhen bleibt trotzdem nicht. Am Freitag, 23. Oktober, geht’s für RWE zuhause gegen Jahn Regensburg weiter – laut Canizales eine echte „Wundertütenmannschaft“. Witzel bezeichnet die Partie als „sicherlich eingeplanten Pflichtsieg“. Klar ist aber auch: Holt RWE hier nicht die drei Punkte, könnten Viktoria Köln und der MSV Duisburg oben wegziehen. Gleich im Anschluss wartet dann noch das DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig – eine echte englische Woche für die dünn besetzte Essener Truppe.

Mit Blick auf die aktuelle Personalsituation wird’s also nochmal richtig spannend, wie Koschinat seinen Kader durch diese Wochen navigiert. Fest steht: Luft nach oben in der Breite gibt’s gerade nicht – da muss im Hintergrund jedes Quäntchen Fitness zählen.

Quellen


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