Prozessauftakt: Nach Schüssen vor der Meerbar steht ein Türsteher in Düsseldorf wegen versuchten Totschlags vor Gericht.
Vor dem Landgericht Düsseldorf hat der Prozess um die Schießerei vor der Meerbar im Medienhafen begonnen. Der damalige Türsteher steht wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Ein Opfer ist seither ein Pflegefall.
Mitte Dezember letzten Jahres eskalierte ein Streit um den Einlass vor der Meerbar im Düsseldorfer Medienhafen. Zwei Männer wollten die Bar betreten und wurden abgewiesen. Daraufhin wurde einer der Väter hinzugezogen, der den Türsteher kannte. Die Situation spitzte sich zu und endete in einer Schießerei.
Der Türsteher soll laut Anklage mehrfach auf zwei Männer geschossen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor. Das Verfahren findet am Landgericht Düsseldorf statt.
Laut den Ermittlungen gab es eine verbale Auseinandersetzung nach dem Eintreffen des hinzugezogenen Vaters. Im Verlauf der Diskussion fielen mehrere Schüsse. Ein 54-jähriger Vater wurde dabei unter anderem am Kopf getroffen und erlitt bleibende Hirnschäden. Seither ist er ein Pflegefall. Ein weiterer Mann wurde ebenfalls durch Schüsse verletzt.
Der Fall sorgt in Düsseldorf und landesweit für Aufsehen, da der Vorfall die Sicherheit und die Situation vor Bars und Clubs erneut in den Fokus rückt. Die Frage, ob der Türsteher aus Notwehr handelte oder ein Tötungsdelikt vorliegt, beschäftigt nun das Gericht.
Das Landgericht Düsseldorf muss klären, ob der Einsatz der Schusswaffe rechtlich gerechtfertigt war. Die Verteidigung des Türstehers beruft sich auf Notwehr. Der weitere Verlauf des Prozesses bleibt abzuwarten.
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