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Köln erhöht Taxi-Tarife und führt Mindestpreise für Uber ein
2. Juni 2026

Taxi-Tarife und Uber-Fahrten in Köln werden ab Juni 2026 teurer. Mindestpreise sind jetzt Pflicht.

Seit dem 1. Juni 2026 sind Taxifahrten und Dienste wie Uber und Bolt in Köln teurer. Der Kölner Stadtrat hat mit deutlicher Mehrheit eine umfassende Erhöhung der Taxi-Tarife sowie die Einführung von Mindestpreisen für Mietwagen beschlossen. Die Änderungen stoßen auf viel Aufmerksamkeit und Protest – vor allem seitens der Fahrdienste.

Worum es geht

Die Stadt Köln hat die Fahrtpreise für Taxis sowie für Fahrdienste wie Uber und Bolt deutlich angehoben. Die neuen Regelungen sind seit dem 1. Juni 2026 in Kraft. Ziel ist es, die Auswirkungen gestiegener Kosten auf das Gewerbe abzufedern und für mehr Fairness im Wettbewerb zwischen Taxis und Mietwagenanbietern zu sorgen. Die Mindestpreise gelten dabei auch für Fahrdienstvermittler, die ihre Fahrten nun nicht mehr günstiger als 80 Prozent des Taxitarifs anbieten dürfen. (Rundschau Online)

Die wichtigsten Fakten

Ab 1. Juni 2026 gelten folgende Eckdaten für den Taxi-Tarif in Köln: Die Grundgebühr bleibt bei 4,90 Euro, der Kilometerpreis steigt von 2,60 Euro auf 2,90 Euro. Die bisherige Reduzierung des Kilometerpreises ab dem achten Kilometer auf 2,20 Euro entfällt. Die Wartezeit kostet nun 60 Cent pro Minute statt bislang 50 Cent. Außerdem wird der Zuschlag für Großraumtaxis von 6,00 auf 7,00 Euro erhöht. Für Fahrdienste wie Uber dürfen die Preise maximal 20 Prozent unter dem Taxi-Tarif liegen. (Kölner Stadt-Anzeiger | Express)

Hintergrund der Entscheidung

Hauptgrund für die Preisanhebungen war der gestiegene Mindestlohn (von 12,00 auf 13,90 Euro pro Stunde) sowie höhere Kosten bei Fahrzeugen, Kraftstoff und Wartung. Der aktuelle Tarif für Taxifahrten basiert nun auf dem neuen Mindestlohn, eine weitere Preiserhöhung ist bereits für März 2027 geplant. Stadt Köln und Taxi-Anbieter verweisen auch auf höhere Belastungen der Fahrer und die Notwendigkeit, Dumpingpreise zu verhindern. (Stadt Köln | diemitteilung.de)

Reaktionen und Proteste

Insbesondere Fahrdienstvermittler und ihre Fahrer protestieren gegen die neuen Mindestpreise. Uber kritisiert das „Preisdiktat“ und warnt vor unbezahlbarer Mobilität für Menschen, die auf flexible Verkehrsalternativen angewiesen sind. In der Kölner Politik verteidigen hingegen die Mehrheitsfraktionen die Neuerungen als nachvollziehbar und notwendig, um rechtliche Gleichbehandlung und Einhaltung der Rückkehrpflicht zu sichern. (Rundschau Online | Uber Newsroom)

Einordnung für NRW und Ausblick

Mit den neuen Tarifen zählt Köln zu den teuersten Städten für Taxi- und Fahrdienste in Deutschland. Auch bundesweit wächst die Diskussion über Mindestpreise und die staatliche Regulierung digitaler Fahrdienste. In Köln wird ein Runder Tisch mit Vertreterinnen und Vertretern des Taxi- und Mietwagengewerbes eingerichtet, um die Entwicklung der Tarife zu begleiten. Bereits im März 2027 folgt die nächste Preisanhebung: Dann steigen Grundgebühr und Kilometerpreis erneut. (ZDFheute)

Quellen

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