Nach Schüssen auf eine Shisha-Bar in Gütersloh trifft es jetzt eine Autovermietung in Kirchlengern.
In Ostwestfalen reißen die Schussabgaben auf leere Gebäude nicht ab. Wie die Polizei Bielefeld mitteilt, hat ein unbekannter Täter in der Nacht zu Sonntag, den 18.10.2026, gegen 03:51 Uhr mehrfach auf eine Autovermietung an der Elsestraße in Kirchlengern geschossen. Dabei löste er den Alarm des Gebäudes aus. Verletzt wurde niemand, das Gebäude war zum Tatzeitpunkt menschenleer.
Erst wenige Tage zuvor, am Mittwoch, den 14.10.2026, hatte es bereits in Gütersloh geknallt: Gegen 02:10 Uhr schoss ein unbekannter Täter mehrfach auf eine Shisha-Bar an der Berliner Straße – ebenfalls ohne dass jemand verletzt wurde.
Die Fälle häufen sich und die Bielefelder Ermittlungskommission hat mittlerweile alle Fäden in der Hand. Laut Polizei Bielefeld laufen aktuell Ermittlungen zu insgesamt neun Taten mit fünf Geschädigten in Bielefeld sowie jeweils einer Tat mit einem Geschädigten in den Kreisen Gütersloh und Herford. Damit ist klar: Das ist kein Einzelfall mehr, sondern eine ganze Serie, die sich über mehrere Kreise in Ostwestfalen zieht.
Schon vor den aktuellen Vorfällen gab es in den vergangenen Wochen mehrere Schussabgaben auf Geschäfte in Bielefeld – unter anderem auf ein Juweliergeschäft und ein Autohaus. Die Polizei hatte deswegen bereits ihre Ermittlungskommission verstärkt und zeigt in der Bielefelder Innenstadt mehr Präsenz.
Dass die Taten in Bielefeld und die Schüsse in Gütersloh zusammenhängen, hält die Polizei für wahrscheinlich. Wie Radio Bielefeld berichtet, bestätigte Polizeisprecher Fabian Rickel, dass die Ermittlungskommission ähnliche Tatmuster erkennt und deshalb auch die Schüsse in Gütersloh in ihre Ermittlungen einbezieht. Nach Angaben von Radio Bielefeld hatten Unbekannte in den Wochen zuvor bereits auf acht Geschäfte und ein Privathaus in Bielefeld geschossen, bevor am Mittwochmorgen auch die Shisha-Bar gegenüber dem Gütersloher Rathaus ins Visier geriet.
Mit der Tat in Kirchlengern erweitert sich das Bild nun noch einmal: Nicht nur Bielefeld und Gütersloh sind betroffen, sondern auch der Kreis Herford. Die Polizei Bielefeld führt die Ermittlungen zentral, da sich die Tatmuster über die Kreisgrenzen hinweg ähneln.
Bislang ist unklar, wer hinter den Taten steckt und welches Motiv die Täter antreibt. Die Ermittlungskommission in Bielefeld bleibt dran und wertet die bisherigen Tatorte und Spuren aus. Angesichts der wachsenden Zahl an Vorfällen dürfte der Druck steigen, schnell Antworten zu liefern – schließlich reiht sich mittlerweile ein Vorfall an den nächsten, und die betroffenen Regionen wachsen von Bielefeld über Gütersloh bis nach Herford.
Für alle, die in der Region unterwegs sind, bleibt vorerst nur: Augen offen halten und verdächtige Beobachtungen der Polizei melden. Die Ermittler sind weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, um der Serie endlich ein Ende zu setzen.
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