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Stau-Chaos am Kölner Dom: Soll die Trankgasse wieder für Autos öffnen?
12. August 2026

Stau-Chaos am Kölner Dom: Die Trankgasse soll auf Öffnung für Autos geprüft werden. Was der Stadtrat beschlossen hat und was das für dich bedeutet.

Köln kämpft mit dem Verkehrschaos rund um den Dom

Köln hat gerade einige heiße Nächte hinter sich – und das nicht nur wegen der Temperaturen. Während in einem früheren Beitrag bereits über brennende Autos in Köln-Westhoven berichtet wurde, sorgt jetzt ein anderes Thema für Zündstoff in der Domstadt: Das Verkehrschaos rund um den Kölner Dom treibt Politik und Autofahrer gleichermaßen auf die Palme.2

Wer nach einem Konzert in der Kölner Philharmonie schon mal über eine Stunde im Stau gesteckt hat, weiß wie nervig das sein kann. Genau das ist in letzter Zeit immer wieder passiert – und jetzt will die Politik endlich handeln.1

Was steckt hinter dem Stau-Problem?

Das Chaos hat zwei Ursachen, die zusammen richtig reinhauen: Die Trankgasse ist mittlerweile eine Fahrradstraße und damit für Autos größtenteils gesperrt. Gleichzeitig ist seit März der Gulliver-Tunnel zwischen Bahngleisen und Museum Ludwig dicht – und zwar wegen Schäden im Gewölbe, die ihn aus Sicherheitsgründen unpassierbar machen. Das bedeutet: Wer aus der Kölner Altstadt oder den dortigen Parkhäusern raus will, hat kein direktes Entkommen mehr auf die Rheinuferstraße in Richtung Norden.1

Das Ergebnis kennen viele Kölnerinnen und Kölner bereits schmerzlich: Alle Autofahrer müssen zunächst in Richtung Süden fahren und erst im Bereich der Severinsbrücke wenden. Besonders dramatisch war die Lage am CSD-Wochenende – eine zusätzliche Linksabbiegerspur von der Trankgasse in Richtung Süden und Osten brachte dabei laut den Antragstellern keine echte Entlastung.1

CDU und FDP/KSG machen Druck – mit gemischtem Erfolg

Im Hauptausschuss des Stadtrats haben CDU und FDP/KSG am 10. August einen Antrag gestellt: Die Trankgasse soll „vollständig und unverzüglich“ wieder für den Autoverkehr freigegeben werden – zumindest auf dem Abschnitt zwischen Johannisstraße und Marzellenstraße in westlicher Richtung, also zwischen Bahnhof und der Kreuzung nahe dem Excelsior Hotel Ernst.1

Durchgesetzt haben sie sich damit nicht ganz. Grüne, SPD und Volt haben stattdessen einen Kompromiss durchgebracht: Die Verwaltung soll jetzt prüfen, ob bei „außergewöhnlichen Verkehrslagen“ eine Öffnung der Trankgasse sinnvoll und umsetzbar wäre. Ob Autos also bald wieder in beide Richtungen durch die Straße rollen, ist damit noch offen.1

Was soll konkret passieren?

Der Beschluss des Hauptausschusses umfasst aber noch mehr als nur die Trankgasse-Frage. Das ist geplant:

  • Die Verwaltung soll prüfen, ob der Gulliver-Tunnel – notfalls mit einem Provisorium wie einer Verschalung – kurzfristig wieder befahrbar gemacht werden kann.1
  • Dem Mobilitätsausschuss soll schnellstmöglich eine Planung für die Sanierung des Tunnels vorgelegt werden.1
  • Das Kölner Parkleitsystem soll optimiert werden, damit Autos besser zu anderen Parkhäusern gelenkt werden – zum Beispiel am Heumarkt.1
  • Gemeinsam mit den Kölner Verkehrsbetrieben und der Kölner Philharmonie sollen Park-and-Ride-Angebote und das im Veranstaltungsticket enthaltene ÖPNV-Angebot stärker beworben werden.1

Wie geht’s jetzt weiter?

Klar ist: Eine schnelle Lösung ist das noch nicht. Die Prüfung muss erstmal stattfinden, Ergebnisse abgewartet werden – und wer nach einem Konzert in der Philharmonie sein Auto aus dem Parkhaus holen will, braucht vorerst weiterhin viel Geduld. Vielleicht ist es tatsächlich eine gute Idee, beim nächsten Besuch am Dom einfach auf Bus und Bahn umzusteigen und das ÖPNV-Ticket im Veranstaltungsticket zu nutzen. Das würde nicht nur den Stress sparen, sondern auch der ganzen Stadt helfen.1

Quellen

  1. Nach Staus: Stadt Köln soll Öffnung der Trankgasse für Autos zumindest prüfen – Rundschau Online
  2. Köln-Westhoven: Mehrere Autos brennen in der Nacht – Brandstiftung im Fokus – Antenne NRW


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