Die Buntsandsteinroute in der Eifel liegt nur 50 km von Köln entfernt und begeistert mit roten Felsen, wilden Pfaden und spektakulären Aussichten über das…
Mal ehrlich: Wer denkt bei NRW schon spontan an Abenteuerfilm-Kulissen? Dabei muss man gar nicht weit fahren, um in eine Landschaft einzutauchen, die sich anfühlt wie aus einem anderen Zeitalter. Die Buntsandsteinroute in der Eifel liegt nur rund 50 Kilometer von Köln entfernt und zeigt auf knapp 38 Kilometern, wie rau und spektakulär NRW wirklich sein kann.1
Der Weg startet am Bahnhof in Kreuzau und endet an der Urftstaumauer bei Schleiden. Dazwischen warten Felsgruppen, naturnahe Pfade, weite Blicke über das Rurtal und Abschnitte am Rand des Nationalparks Eifel. Klingt nach nem perfekten Wochenend-Trip, oder?1
Der Name „Buntsandsteinroute“ ist kein Marketing-Gag, sondern pure Geologie. Vor rund 220 Millionen Jahren herrschte in der Eifel ein Wüstenklima. Heftige, aber seltene Regenfälle spülten rot gefärbte Sande und Steine in verzweigte Flusssysteme. Aus diesen Ablagerungen entstand der Buntsandstein, aus dem sich heute jene charakteristischen rötlichen Felsen formen – kantig, teils wie Bögen und Tore, teils wie aufgetürmte Wände über dem Tal.1
Später schnitt sich die Rur tief in den Gebirgsrumpf ein und hat so eine Landschaft geschaffen, die an vielen Stellen der Strecke fast unwirklich wirkt. Das ist übrigens 100 % natürlich – keine Kulisse, kein Filter.1
Die Buntsandsteinroute ist ein Partnerweg des Eifelsteigs und erfüllt die Kriterien des Deutschen Wanderverbands. Sie gilt als naturnah, aussichtsreich und fast asphaltsfreie Tour.1
Von Kreuzau aus geht’s zunächst durch die Ruraue bis nach Üdingen, dann steigt die Route langsam an. Auf der Mausauel öffnet sich der erste große Blick – auf den Stausee Obermaubach. Dann wird’s felsiger: Die Route führt über den Eugenienstein, oberhalb der Rather Felsen, durch das Hindenburgtor und zur Felsengruppe der Christinenley.1
Genau hier bekommt die Abenteuerfilm-Analogie ihre Bilder: uralte Steinbögen, schroffe Formen, ein Weg, der sich durch die Landschaft windet, als wäre er direkt in den Hang geschnitten. Zwischendurch thront die historische Altstadt Nideggen auf einer 300-Meter-Bergkuppe als Etappenziel.1
Die gute Nachricht: Ihr müsst die Route nicht am Stück gehen. Zwischen Kreuzau und Heimbach begleitet die Rurtalbahn den Weg. Mit 11 Haltepunkten könnt ihr flexibel ein- und aussteigen und die Tour auf mehrere Tage aufteilen.1
Wer es komfortabel mag: Der Rureifel Tourismus bietet ein 3-Tage-Paket für 200 Euro pro Person an. Darin enthalten sind zwei Etappen mit insgesamt 39 Kilometern, zwei Übernachtungen mit Frühstück, zwei Lunchpakete, ein GästeTicket Eifel für den ÖPNV und sogar eine Fahrt mit der Rurseeschifffahrt.1
Die Felsen sehen beeindruckend aus – aber sie sind auch ernst zu nehmen. In den Felsbereichen besteht laut Tourismus-Verwaltung eine natürliche Felssturzgefahr. Haltet Abstand zu Absturzkanten, haltet euch nicht unterhalb der Felswände auf und achtet auf Warnschilder und Anweisungen.1
Die Buntsandsteinroute ist kein glatt gebügelter Sonntagsspaziergang – und genau das macht sie so besonders. Rote Felsen, Millionen Jahre Geschichte, echte Natur und eine Strecke, die ihre Wirkung aus sich selbst zieht. Und das alles keine Stunde von Köln entfernt. Wanderschuhe raus und ab in die Eifel!
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