Straßenlaternen in Gütersloh bleiben wieder die ganze Nacht eingeschaltet. Fakten, Hintergründe & Auswirkungen auf NRW.
Im Gebiet der Stadt Gütersloh werden die Straßenlaternen ab der Nacht vom 19. auf den 20. Februar 2026 wieder die ganze Nacht leuchten. Damit wird ein Beschluss des Stadtrats umgesetzt, der die nächtliche Abschaltung der Straßenbeleuchtung aufhebt. Die Rückkehr zur durchgehenden Nachtbeleuchtung folgt dem vielfach geäußerten Wunsch aus der Bürgerschaft.
Der Stadtrat hat am 6. Februar 2026 mit einer knappen Mehrheit (26 zu 24 Stimmen) entschieden, die bisherige Nachtabschaltung zu beenden. Letztmals betrug die Abschaltung 24 Stunden pro Woche: werktags von 0 bis 4 Uhr sowie Freitag- und Samstagnacht von 3 bis 5 Uhr. Ausgenommen blieben immer Zebrastreifen, der Vorplatz des Hauptbahnhofs sowie bestimmte Unterführungen und der ZOB (Stadt Gütersloh).
Die ursprünglichen Gründe für die zeitweise Abschaltung – unter anderem erwartete Einsparungen von Kosten und Emissionen – seien nach Angaben des Rates inzwischen entfallen. Viele Bürgerinnen und Bürger empfanden die nächtliche Dunkelheit vor allem für Frühaufstehende und Spätheimkehrer als Einschränkung. Ein Anstieg von Straftaten oder Unfällen durch die Abschaltung wurde laut Polizei nicht festgestellt.
Mit der durchgängigen Beleuchtung entstehen nach Berechnungen der Netzgesellschaft jährliche Mehrkosten von etwa 35.000 Euro sowie zusätzliche CO₂-Emissionen von rund 300 Tonnen. Das Sicherheitsgefühl für Menschen, die nachts unterwegs sind, stand politisch im Mittelpunkt der Diskussion (Dein-Gütersloh).
Die Entscheidung in Gütersloh steht beispielhaft für Debatten zur Straßenbeleuchtung in vielen NRW-Kommunen: Zwischen Nachhaltigkeit, Kosteneinsparung und subjektiver Sicherheit gilt es, Lösungen im Sinne der Anwohnerschaft zu finden. In Gütersloh werden nur noch etwa 700 der mehr als 11.000 Leuchten weiterhin nachts abgeschaltet – dies betrifft vor allem große Ausfahrtstraßen, wie es bereits vor 2022 üblich war (Stadt Gütersloh: Laternen leuchten länger).
Mit der Aufhebung der Nachtabschaltung gilt in Gütersloh wieder der jahrzehntelange Normalbetrieb. Die Stadt rechnet mit einer Steigerung des Wohlbefindens vor allem jener Bürgerinnen und Bürger, die nachts unterwegs sind. Weitere Anpassungen der Straßenbeleuchtungspolitik könnten auch in anderen NRW-Kommunen diskutiert werden.
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