Sturmtief „Luise“ sorgt für Chaos in NRW: Umgestürzte Bäume, gesperrte Autobahnen und Zugausfälle halten die Feuerwehren im ganzen Land auf Trab.
Wenn der Herbststurm so richtig Gas gibt, merkt ihr das in NRW sofort – und Sturmtief „Luise“ hat am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag ordentlich zugeschlagen. Feuerwehren in ganz Nordrhein-Westfalen mussten ran, weil Bäume und Äste reihenweise auf Straßen und Wege gekracht sind. Auch der Bahnverkehr hatte mächtig zu kämpfen.1
In Duisburg war echt die Hölle los: Rund 40-mal musste die Feuerwehr wegen Sturmschäden ausrücken. Ein Baum krachte auf einen Kiosk, andere fielen in Stromleitungen. Eine Autofahrerin ist sogar in einen umgestürzten Baum reingefahren – zum Glück ohne Verletzte.1
Auch in Remscheid und Pulheim gab’s einiges zu tun. In Remscheid fiel ein größerer Baum gegen eine Lärmschutzwand an der Autobahn und drohte weiter auf die Fahrbahn zu stürzen – die A1 musste deshalb kurzzeitig Richtung Köln gesperrt werden. In Pulheim mussten Einsatzkräfte unter anderem umgestürzte Bäume an der B59 wegräumen.1
Die Liste der betroffenen Städte ist lang: In Bottrop zählte man von Freitagnachmittag bis Samstagmorgen 23 sturmbedingte Einsätze, hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste. Wuppertal musste sogar zu 54 wetterbedingten Einsätzen ausrücken, Leverkusen verzeichnete bis Mitternacht 18 Einsätze – dabei mussten Straßen zeitweise komplett gesperrt werden.1
Auch Mülheim an der Ruhr (über 30 Einsätze), Mönchengladbach (28 Einsätze) und Bedburg-Hau (drei Einsatzstellen) blieben vom Sturm nicht verschont. Überall das gleiche Bild: umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und beschädigte Dächer. Verletzte wurden zum Glück nirgends gemeldet.1
In Witten zählte die Feuerwehr bis zum Abend 13 Einsätze, vor allem wegen umgestürzter Bäume. Richtig heftig wurde es in Hagen: Dort beschädigte ein umgestürzter Baum zwei geparkte Autos und sogar das Dach eines Hauses. Noch dramatischer traf es Bochum – hier wurde ein ganzes Mehrfamilienhaus von einem entwurzelten Baum getroffen.1
Wer am Wochenende mit Bus und Bahn unterwegs sein wollte, musste sich auf Verspätungen einstellen. Der Regional- und S-Bahn-Verkehr war durch umgestürzte Bäume mächtig beeinträchtigt. Auf mehreren Strecken lagen Bäume auf den Gleisen oder hingen in den Oberleitungen fest. Die Folge: Sperrungen, Verspätungen und sogar Zugausfälle in der Nacht.1
Sturmtief „Luise“ hat gezeigt, wie schnell der Herbst für ordentlich Wirbel sorgen kann. Feuerwehren in ganz NRW waren im Dauereinsatz, um Bäume von Straßen und Gleisen zu räumen. Wenn ihr also demnächst wieder stürmischen Wind hört, checkt lieber vorher die Verkehrslage, bevor ihr losfahrt – sicher ist sicher.
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