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Tschüss, Dom! Zwei Kölner Steinmetz-Legenden gehen in Rente
9. August 2026

Michael Schlig und Robert Hofstätter verlassen die Dombauhütte Köln nach 48 und 45 Jahren. Ihr Abschied war so herzlich wie ihr Einsatz für einen guten Zweck.

Fast ein Jahrhundert Handwerk – gemeinsam

Stell dir vor, du fängst mit 15 Jahren eine Lehre an und machst deinen Job so gut, dass du fast ein halbes Jahrhundert später immer noch nicht genug davon bekommst. Genau das ist die Geschichte von Michael Schlig und Robert Hofstätter – zwei echten Urgesteinen der Dombauhütte Köln. Am 03.07.2026 haben die beiden bei einer Abschiedsfeier offiziell Lebewohl gesagt – und NRW verliert damit zwei seiner beeindruckendsten Handwerker.1

48 und 45 Jahre – das ist kein Tippfehler

Michael Schlig aus Niederzissen hat sage und schreibe 48 Jahre in der Dombauhütte gearbeitet. Sein Kollege Robert Hofstätter aus Kerpen Horrem bringt es auf 45 Jahre. Zusammen kommt das auf fast ein Jahrhundert gelebtes Handwerk am wohl bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands.1

Schlig selbst sagt dazu: „Mit 15 Jahren habe ich meine Lehre als Steinmetz dort angefangen – und nun geht es ab in den wohlverdienten Ruhestand.“ Das klingt bescheiden, ist aber eine unfassbare Lebensleistung. Wer einmal eine seiner legendären Führungen durch den Kölner Dom miterlebt hat, weiß: Keiner konnte die Geschichte dieses Meisterwerks so lebendig und mitreißend erzählen wie er. Menschen aus nah und fern kamen extra dafür.1

Statt Abschiedsgeschenke: Spenden für Kinderherzen

Und weil die beiden eben nicht nur handwerklich, sondern auch menschlich eine Klasse für sich sind, haben sie ihren Abschied für einen guten Zweck genutzt. Anstatt Geschenke anzunehmen, stellten Schlig und Hofstätter bei ihrer Abschiedsfeier in der Dombauhütte eine Spendebox zugunsten des Vereins Botzedresse für Kinderherzen in Not e.V. auf – und baten ihre Gäste, statt Präsenten lieber zu spenden.1

Das Ergebnis? Beeindruckend: 1.000 Euro kamen zusammen und gehen nun an Kinder, die dringend Hilfe brauchen. Der Vereinsvorstand um Jörg Groß bedankte sich ausdrücklich für dieses tolle Engagement und wünschte beiden einen ruhigen und gesunden Lebensabend.1

Ein Ort, der NRW prägt

Die Dombauhütte Köln ist mehr als nur ein Handwerksbetrieb – sie ist eine lebendige Tradition, die dafür sorgt, dass der Kölner Dom auch in hundert Jahren noch so aussieht wie heute. Dass Menschen wie Schlig und Hofstätter dort jahrzehntelang ihren Beitrag geleistet haben, macht deutlich, welche Leidenschaft und welches Können hinter diesem einzigartigen Ort stecken.1

Ihr Abgang hinterlässt zweifellos eine große Lücke – aber auch ein riesiges Erbe. Alles Gute für den verdienten Ruhestand, Michael und Robert! Ihr habt euren Stein buchstäblich in die Geschichte gemeißelt.

Quellen

  1. Zwei erfahrene Steinmetze verabschieden sich von der Dombauhütte Köln – blick-aktuell.de


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