In Hürth bei Köln fuhr ein 21-Jähriger in eine Schülergruppe – zwei Menschen starben. Das Urteil am Kölner Landgericht wird heute erwartet. Alle Infos hier.
Es ist einer der erschütterndsten Fälle aus NRW der letzten Zeit: Ein Auto fährt in eine Schülergruppe, zwei Menschen sterben. Heute, am 10. Juli 2026, wird am Kölner Landgericht das lang erwartete Urteil gegen den Fahrer gesprochen – und ganz NRW schaut hin.1
Der Angeklagte ist ein 21-jähriger Deutscher aus dem Raum Hürth bei Köln. Die Anklage ist schwerwiegend: fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung. Was damals passiert ist, lässt einem wirklich keine Ruhe.
Gut ein Jahr ist es her, da spielte sich das Drama ab: Der Fahrer soll laut Anklage mit bis zu 57 Stundenkilometern auf eine Kreuzung zugefahren sein – obwohl die Ampel bereits seit vier Sekunden für ihn auf Rot stand.1 Vier Sekunden klingt kurz, aber das ist lang genug, um zu sehen, dass man stoppen muss.
Er stoppte nicht. Sein Auto erfasste die Schülergruppe, die die Kreuzung überquerte. Eine zehnjährige Schülerin und ein 25-jähriger Schulbegleiter kamen dabei ums Leben. Weitere Kinder wurden verletzt. Das Urteil wird um 12:00 Uhr erwartet.1
Bei fahrlässiger Tötung kann in Deutschland eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe verhängt werden – je nach Schwere des Falls und den Umständen. Da hier gleich zwei Menschen ums Leben kamen und Kinder betroffen waren, dürfte das Gericht die Umstände besonders sorgfältig abwägen.
Solche Nachrichten machen deutlich, wie verletzlich wir alle im Straßenverkehr sind – ob als Fußgänger, Radfahrer oder eben als Schulkind auf dem Weg zur Schule. Sicherheit im öffentlichen Raum ist ein Thema, das uns alle angeht, und Fälle wie dieser zeigen, wie wichtig es ist, aufmerksam zu bleiben.
Und apropos sicher unterwegs in NRW: Nicht nur auf der Straße, auch auf der Schiene gibt es aktuell Veränderungen, die den Alltag vieler Menschen betreffen. In einem früheren Beitrag haben wir bereits darüber berichtet, was es bedeutet, wenn ICE-Halte in Düsseldorf und im Ruhrgebiet gestrichen werden – denn die Deutsche Bahn hat einige Stops gestrichen, um die Pünktlichkeit im Netz zu verbessern. Pendler müssen sich also auch dort auf Anpassungen einstellen.2
Das Urteil in Hürth ist mehr als nur eine Zahl im Strafgesetzbuch – es geht um Gerechtigkeit für zwei Familien, die ihre Liebsten verloren haben. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald das Urteil gesprochen ist. Bleibt dran bei Antenne NRW – den besten Hits aller Zeiten und den wichtigsten News aus eurer Region.
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