Verfolgungsfahrt in Castrop-Rauxel: Ein Motorradfahrer floh vor der Polizei und ließ sein Fahrzeug auf einem Schulhof in Recklinghausen zurück.
Was für ein Sonntagabend: Am 2. August gegen 22:20 Uhr wollte die Polizei einen Motorradfahrer auf der Hebewerkstraße in Castrop-Rauxel kontrollieren. Der Grund? Am Fahrzeug war zunächst kein Kennzeichen zu erkennen. Doch anstatt anzuhalten, gab der Fahrer Gas – und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit vor dem Streifenwagen.1
Die Polizei Recklinghausen ließ sich davon nicht beirren und leitete sofort eine Fahndung ein. Und die hatte es in sich: Neben mehreren Streifenwagen kamen auch ein Personenspürhund und ein Hubschrauber zum Einsatz – der Fall war also alles andere als ein kleines Ding.1
Den entscheidenden Hinweis lieferte dann ein aufmerksamer Zeuge: Er machte die Beamten auf ein herrenloses Motorrad aufmerksam, das auf einem Schulgelände auf der Markomannenstraße in Recklinghausen abgestellt worden war. Das Fahrzeug passte zur Beschreibung des flüchtigen Motorrads – und das hochgeklappte Kennzeichen gehörte nicht mal dazu.1
In der Nähe des Schulhofs fanden die Einsatzkräfte dann noch weitere Indizien: einen Motorradhelm, eine Hose und einen Pullover – alles einfach zurückgelassen. Kurz darauf trafen die Beamten einen 34-jährigen Recklinghäuser an, der nur in T-Shirt, kurzer Hose und ohne Schuhe unterwegs war. Mitten in der Nacht. Ziemlich verdächtig, oder?1
Vor Ort erhärtete sich der Verdacht, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stehen könnte. Ein Arzt entnahm ihm eine Blutprobe. Obendrauf kam noch raus: Der 34-Jährige besitzt keine gültige Fahrerlaubnis.1
Für den Tatverdächtigen wird die Sache jetzt richtig ernst. Die Polizistinnen und Polizisten fertigten Strafanzeigen wegen folgender Vergehen:1
Diese Geschichte zeigt mal wieder: Vor der Polizei davonzufahren ist keine gute Idee – schon gar nicht, wenn man keinen Führerschein hat, das Kennzeichen nicht zum Fahrzeug passt und man möglicherweise nicht nüchtern ist. Der Schulhof in Recklinghausen wurde so zum unfreiwilligen Endpunkt einer Verfolgungsjagd, die der 34-Jährige besser gar nicht erst angefangen hätte.1
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!