Beim 4. Weseler Domspringen auf dem Großen Markt hat Robin Emig mit 5,80 Metern einen neuen Veranstaltungsrekord aufgestellt.
Wesel hat’s wieder gemacht! Beim 4. Weseler Domspringen auf dem Großen Markt war die Stimmung mega – und die internationalen Topathleten haben geliefert. Vollgepackt mit Spannung, Jubel und echten Gänsehaut-Momenten war das Event ein absolutes Highlight für alle Stabhochsprung-Fans in der Region. Und das Beste? Es gab einen neuen Rekord!1
Los ging’s um 14 Uhr – genau dann hörte übrigens auch der Regen auf, als würde der Himmel extra mitspielen. Zuerst zeigten junge Stabhochspringerinnen und -springer ihr Können auf dem 33 Meter langen und 1,5 Meter breiten Anlaufsteg. Aus Weseler Sicht leider mit einem Wermutstropfen: David Herscu vom Weseler Turnverein, einer der besten deutschen Stabhochspringer in der Altersklasse U16, musste wegen einer Achillessehnenreizung im rechten Bein zuschauen. „Ich war schon mit der Verletzung in die Ferien gegangen und hatte in der letzten Woche wohl zu früh wieder mit dem Training begonnen“, erzählte er sichtlich enttäuscht. Er hofft, in 14 Tagen beim Ländervergleichskampf in Berlin wieder antreten zu können.1
Richtig begeistert hat das Publikum aber das dänische Ausnahmetalent Alvin Eskildsen – gerade mal 15 Jahre alt und schon fünf Meter hoch gesprungen! Im Wettbewerb setzte er sich gegen vier deutsche Teilnehmer aus Dortmund, Leverkusen und Kalkum-Wittlaer durch und übersprang gemeinsam mit dem jungen Belgier Lucien Rosin die 4,80-Meter-Marke. Den Sieg holte sich Alvin dank weniger Fehlversuche. Extra nur für das Domspringen aus Dänemark angereist – und dann direkt nach dem Wettkampf die Profi-Sprünge mit dem Handy filmen. Zu cute! Bei den U20-Mädels sicherte sich wie im Vorjahr die Ukrainerin Polina Stepanchenko, die in Leichlingen trainiert, mit 3,70 Metern den Sieg gegen drei deutsche Konkurrentinnen.1
Um 17 Uhr war es dann soweit: Acht Topspringer aus der Herrenklasse wurden dem Publikum vorgestellt – händeabklatschend an spalierstehenden WTV-Kindern und Jugendlichen entlang. Mit dabei: Vorjahressieger Robin Emig aus Frankreich, die Amerikaner Hunter Gerritson und Cole Walsh, Etan Cormont als weiterer Franzose, die drei Deutschen Hendrik Hohmann, Fabio Wünsche und Gillian Ladwig sowie Asienmeister Ernest Obiena von den Philippinen als Favorit des Abends.1
Die Spannung stieg mit jeder Höhe. Gillian Ladwig, Deutscher Freiluftmeister vom letzten Jahr, übersprang die 5,30 und 5,50 Meter jeweils erst im dritten Versuch – war dann bei 5,60 Metern raus. Cole Walsh scheiterte trotz starker Leistung an 5,75 Metern. Und Etan Cormont riss die 5,70 Meter dreimal hauchdünn – das hat dem Publikum das Herz gebrochen.1
Dann der Moment des Abends: 5,80 Meter – ein neuer Veranstaltungsrekord. Robin Emig spurtete an, stach in den Kasten ein und katapultierte sich mit perfekter Technik über die Latte. Geschafft! Das Publikum war „aus dem Häuschen“. Damit hatte er den alten Meetingrekord von 5,76 Metern, den er selbst im Vorjahr aufgestellt hatte, gebrochen und den Sonderpreis der Volksbank von 1.000 Euro gesichert.1
Favorit Ernest Obiena versuchte es danach mit 5,85 Metern – scheiterte aber dreimal bereits beim Anlauf. „Ich hatte in den letzten Wochen so viele Wettkämpfe, dass sich jetzt mein Körper meldet. Ich bekam den Anlauf nicht mehr hin“, erklärte der 30-jährige Philippine nach dem Wettkampf ehrlich.1
Damit war klar: Robin Emig gewinnt das Weseler Domspringen zum wiederholten Male und stellt dabei gleich noch einen neuen Rekord auf. Zum Abschluss ließ er sogar noch 5,90 Meter auflegen – die Luft war dann aber auch bei ihm raus. Sein Kommentar zu seinem Erfolg? Einfach perfekt: „Es hat heute genau gepasst, ich kann es gar nicht genau erklären. Sometimes it’s magic!“ Der 25-jährige Franzose hat Wesel mal wieder verzaubert – und wir können’s kaum erwarten, was die 5. Ausgabe bringt!1
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