Zoll kontrolliert Paketdienstleister: Hinweise auf Mindestlohnverstöße und Schwarzarbeit. Alle Fakten zu den aktuellen Kontrollen.
Der Zoll hat bei einer groß angelegten Kontrollaktion die Paketdienstleister in der Region unter die Lupe genommen. Besonders in Bergisch Gladbach wurden zahlreiche Unregelmäßigkeiten festgestellt. Ziel war es, Verstöße gegen geltende Arbeits- und Sozialgesetze aufzudecken.
Im Fokus der Kontrolle standen Paketdienstleister. Dabei wurden in insgesamt 23 Fällen Hinweise gefunden, dass kein Mindestlohn gezahlt wurde. In elf weiteren Fällen waren Mitarbeitende offenbar nicht bei der Sozialversicherung angemeldet.
Der Kölner Zoll setzte für die Aktion über 90 Mitarbeiter ein. Neben dem Verdacht auf Mindestlohnverstöße und nicht gemeldete Sozialversicherungen wurde auch auf Hinweise zum Missbrauch von Sozialleistungen gestoßen.
Radio Berg
Paketdienste gelten als besonders anfällig für Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. Vor allem externe Subunternehmer geraten häufig in den Fokus der Behörden, da dort die gesetzlichen Regelungen oft nicht eingehalten werden. Der Zoll führt deshalb regelmäßig branchenbezogene Schwerpunktkontrollen durch.
Auch in Nordrhein-Westfalen spielen Paketdienstleister eine entscheidende Rolle für die Versorgung und Logistik. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Kontrollen, dass es hier strukturelle Probleme bezüglich gerechter Bezahlung und Sozialstandards gibt.
Der Zoll kündigt an, auch weiterhin regelmäßig Kontrollen in besonders betroffenen Branchen wie der Paketbranche durchzuführen. Ziel bleibt die Eindämmung von Schwarzarbeit und der Schutz der Arbeitnehmerrechte.
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