In einer Lidl-Filiale in Köln-Nippes fanden Kontrolleure Mäusekot direkt neben Lebensmitteln. Der Markt wurde sofort geschlossen – schon einen Tag später war…
Das klingt wie ein schlechter Traum – aber leider war es bittere Realität: In einer Lidl-Filiale in der Amsterdamer Straße 236b in Köln-Nippes haben Kontrolleure im März 2026 einen massiven Schadnagerbefall festgestellt. Die Lebensmittelüberwachung der Stadt Köln hat den Markt daraufhin direkt und mit sofortiger Wirkung geschlossen. Für alle, die dort regelmäßig einkaufen, definitiv kein schöner Gedanke.1
Bei der Kontrolle am 2. März 2026 war das Ergebnis eindeutig: Laut offiziellem Kontrollbericht wurde „ein erheblicher Schadnagerbefall im gesamten Betrieb festgestellt“. Und das Schlimmste daran? Der Mäusekot tauchte nicht nur auf den Fußböden auf, sondern auch auf Regalflächen – und das „in unmittelbarer Nähe zu Lebensmitteln“.1
Auch die Backabteilung blieb nicht verschont: Selbst im Tiefkühlraum war der Boden laut Bericht „insbesondere in den Rand- und Eckbereichen sowie unter und hinter den Einrichtungen verunreinigt“. Kurz gesagt: Der Befall zog sich durch den gesamten Betrieb.1
Die Lebensmittelüberwachung handelte konsequent: Verkaufsraum und Lagerbereich durften nach einer eigenverantwortlichen Reinigung durch den Markt wieder in Betrieb genommen werden. Für die Backabteilung galten aber strengere Regeln – sie durfte „erst nach Abnahme und ausdrücklicher Freigabe durch die Lebensmittelüberwachung der Stadt Köln wieder genutzt werden“.1
Und dann kam die Überraschung: Bereits bei der Nachkontrolle am 3. März 2026 – also gerade mal einen Tag später – stellten die Behörden fest, dass alle Mängel behoben waren. Kein Schadnagerkot mehr zu finden, alle Beanstandungspunkte „nachweislich abgearbeitet“. Der Backbereich wurde daraufhin von der Lebensmittelüberwachung wieder freigegeben.1
Auf Anfrage hat sich ein Lidl-Sprecher klar positioniert: „Der Schutz der Verbraucher hat für Lidl in Deutschland allerhöchste Priorität. Der im Kontrollbericht der Stadt Köln dokumentierte Sachverhalt vom 02.03.2026 entspricht in keiner Weise unseren eigenen Ansprüchen. Daher nehmen wir den Vorfall sehr ernst.“1
Lidl verwies außerdem auf die Hintergründe des Vorfalls: In großstädtischen Lagen könnten Ereignisse im Umfeld Schädlinge kurzfristig aufstören. Das Unternehmen erklärte aber auch, die eigenen Dienstleister in der Region vorsorglich nochmals sensibilisiert zu haben – und den Vorfall zum Anlass zu nehmen, Präventionsmaßnahmen standortübergreifend zu überprüfen.1
Lidl beschreibt sein Qualitätssystem als „mehrstufig und flächendeckend“. Dazu gehören laut Unternehmensangaben:1
Sollten trotz dieser Maßnahmen Abweichungen festgestellt werden, werde „unverzüglich“ gehandelt – das hat der Vorfall in Köln-Nippes zumindest in puncto Reaktionsgeschwindigkeit gezeigt.1
Klar ist: Mäusekot direkt neben Lebensmitteln ist ein absolutes No-Go – da sind wir uns wohl alle einig. Dass Lidl innerhalb eines einzigen Tages alle Mängel beseitigt und die behördliche Freigabe erhalten hat, ist zumindest ein positives Zeichen. Trotzdem bleibt die Frage, wie so ein massiver Befall überhaupt unbemerkt entstehen konnte. Wer in NRW einkaufen geht, kann sich bei Fragen rund um Lebensmittelsicherheit übrigens auf den Seiten der zuständigen Behörden informieren – und bei Antenne NRW bleiben wir für euch am Ball, wenn es in der Region wichtige Verbraucher-News gibt. Mehr Infos findet ihr auf antenne.nrw.
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