Die Bücherstube Lohberg in Dinslaken soll schließen – doch es gibt Hoffnung auf einen neuen Standort. Was hinter dem Streit steckt und was jetzt zählt.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ein vertrauter Ort plötzlich verschwinden soll? Genau das droht gerade in Dinslaken-Lohberg. Die Bücherstube im Ledigenheim, seit 19 Jahren ein fester Anlaufpunkt im Stadtteil, soll Ende des Jahres schließen. Der Grund: Sparzwang. Die Stadt Dinslaken hat den Mietvertrag aus Kostengründen gekündigt – und seitdem kochen die Gemüter hoch.1
Die Sache ist nämlich nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick aussieht. Besonders pikant: Es war die SPD, die die Bücherstube in Lohberg einst mitinitiiert hat. Die frühere Leiterin der Stadtbibliothek zeigte sich gegenüber der NRZ offen enttäuscht darüber, dass ausgerechnet die SPD jetzt die Schließung mitträgt.1 Für viele Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils ist das mehr als nur ein politischer Seitenhieb – es geht um ein echtes Stück Stadtteilkultur.
Ein Ort wie die Bücherstube Lohberg ist eben kein schnödes Verwaltungsgebäude. Er ist Treffpunkt, Lernort und ein Stück Heimat für den ganzen Stadtteil. Wenn so ein Ort wegfällt, merkt das die Community sofort – und das ist in Lohberg gerade bitter zu spüren.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Kobelt hat sich nun gegen die Kritik gewehrt und dabei gleichzeitig einen wichtigen Hinweis gegeben: Es soll geprüft werden, ob die Bücherei im Stadtteil bleiben kann – an einem neuen Standort.1 Das klingt erstmal gut, oder? Aber hier wird’s spannend.
Denn genau an diesem Punkt entzündet sich die nächste Debatte. Ein neuer Standort darf laut der Diskussion in Dinslaken kein sogenannter „Etikettenschwindel“ sein. Heißt konkret: Wenn die Bücherstube Lohberg einen neuen Platz bekommt, dann muss das auch wirklich ein vollwertiges Angebot für den Stadtteil sein – und kein halbherziger Ersatz, der nur auf dem Papier gut aussieht.1 Die Latte liegt also hoch, und das ist auch gut so.
Stadtteilbibliotheken wie die Bücherstube in Lohberg sind mehr als Bücherregale. Sie sind:
Gerade in einem Stadtteil wie Lohberg, wo das Angebot an öffentlichen Einrichtungen überschaubar ist, hat eine solche Einrichtung eine besondere Bedeutung. 19 Jahre gibt es die Bücherstube dort schon – das ist kein Zufall, sondern ein Zeichen dafür, dass sie gebraucht wird.1
Die Entscheidung ist noch nicht endgültig gefallen, was den zukünftigen Standort angeht. Die Hoffnung bleibt also, dass Dinslaken eine echte Lösung findet – eine, die den Menschen in Lohberg wirklich hilft und nicht nur die Kritiker ruhigstellt. Wir bei Antenne NRW bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden, wie sich die Sache entwickelt. Denn regionale Themen wie diese gehen uns alle an – sie zeigen, wie eine Stadt mit ihrer eigenen Community umgeht. Daumen drücken für die Bücherstube Lohberg! 📚
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