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Digital X in Köln: Wüst spricht Klartext über AfD und Technologie
8. September 2026

NRW-Ministerpräsident Wüst spricht bei der Digital X in Köln Klartext zur AfD-Wahl in Sachsen-Anhalt und fordert mehr technologische Souveränität für Europa.

Köln im Digitalfieber – aber das Wahlergebnis aus Sachsen-Anhalt dominiert den Auftakt

Die Digital X im Kölner Rheinauhafen sollte eigentlich ganz im Zeichen von Künstlicher Intelligenz, Cybersicherheit und der digitalen Zukunft stehen. Doch beim Auftakt am Dienstag, dem 8. September, kam es anders: Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und das starke Abschneiden der AfD rückten direkt in den Mittelpunkt – und das bei einer ausverkauften Veranstaltung mit mehr als 6.000 Gästen.1

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst machte keinen Hehl daraus, wie tief das Wahlergebnis sitzt. Die Wahl habe die deutsche Politik „ziemlich erschüttert“, sagte er. Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt: Die AfD werde sich nun „entzaubern“. Besonders Menschen mit Behinderung, queere Menschen und Menschen jüdischen Glaubens würden sich angesichts des Ergebnisses große Sorgen machen – und das ist für Wüst kein Randthema.1

Grundgesetz statt Parteiprogramm – Wüst gibt die Richtung vor

Wüst betonte klar: Bund und Länder würden dafür sorgen, dass demokratische Teilhabe, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit gewahrt bleiben. Sein Statement war eindeutig – in Sachsen-Anhalt gelte weiterhin das Grundgesetz und nicht das Parteiprogramm der AfD. Starke Worte, die auf der Bühne der Digital X für Aufmerksamkeit sorgten.1

Auch Telekom-Chef Timotheus Höttges mischte sich in die politische Debatte ein. Extremisten seien dann erfolgreich, wenn Menschen nicht positiv in die Zukunft blickten. Angst sei das entscheidende Mittel, das sie schürten. Die Antwort darauf? An einer guten Zukunft arbeiten und die Möglichkeiten Deutschlands sichtbar machen.1

Technologische Abhängigkeit: Deutschland muss souveräner werden

Wüst verknüpfte die politische Debatte dann mit dem eigentlichen Kernthema der Messe: der technologischen Abhängigkeit. Deutschland setze zu sehr „alles auf eine Karte“, sagte er – und das mache das Land erpressbar. Europa müsse deshalb deutlich souveräner werden. Eine Botschaft, die in Zeiten geopolitischer Spannungen mehr als aktuell ist.1

Zum Abschluss seiner Rede gab sich Wüst kämpferisch. Deutschland habe alles, was es brauche, um aus den aktuellen Veränderungen neue Chancen, Wohlstand und soziale Sicherung zu machen. Sein Fazit in einem Satz: „Kopf hoch Deutschland, bange machen gilt nicht.“1

Digital X 2025: Erstmals im Rheinauhafen – mit Rekordandrang

Die Digital X findet in diesem Jahr erstmals im Rheinauhafen statt – und der Start kann sich sehen lassen. Rund um das Sport- und Olympiamuseum präsentierten mehr als 250 Partner ihre Angebote. Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester hob bei der Eröffnung die Bedeutung der Digitalwirtschaft für die Stadt hervor: Rund 36.000 Menschen arbeiten in Köln in der IT- und Kommunikationsbranche, die jährlich sechs Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.1

Fazit: Digitale Zukunft braucht politischen Mut

Die Digital X in Köln zeigt: Technologie und Politik lassen sich nicht trennen. Wer über Künstliche Intelligenz und digitale Souveränität spricht, muss auch über gesellschaftliche Verantwortung reden. Wüsts klare Haltung zur AfD und sein Appell für mehr technologische Unabhängigkeit passen da gut zusammen – und machen die Messe in diesem Jahr zu mehr als nur einer Leistungsschau der Digitalwirtschaft. Bleibt dran, was bei der Digital X noch alles passiert – wir halten euch auf dem Laufenden auf antenne.nrw.

Quellen

  1. Messe in Köln: Wüst spricht bei Digital X über AfD und Sachsen-Anhalt – Kölnische Rundschau


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