Tankrabatt gestartet: Spritpreise fallen seit Mitternacht deutlich, E10 vielerorts unter 2 Euro. Alle Infos zum neuen Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter.
Erinnert ihr euch noch an unseren Beitrag zum Tankrabatt 2.0? Jetzt ist er tatsächlich gestartet – und zwar mit einem richtigen Preisknaller mitten in der Nacht. Schon rund um Mitternacht sind Benzin und Diesel vielerorts abrupt billiger geworden. Auf dem Spritpreisportal Tankerkönig sind die deutschlandweiten Durchschnittspreise zwischen 23.41 Uhr und 0.41 Uhr um satte 10 bis 11 Cent nach unten gerauscht. Und das Beste: Am frühen Morgen hat sich noch mal ungefähr die gleiche Preisdifferenz zum Vortag gezeigt.
Besonders spannend für alle, die regelmäßig tanken müssen: Superbenzin der Sorte E10 wurde vielerorts für weniger als 2 Euro pro Liter angeboten, wie aus dem Portal des ADAC hervorgeht. Allerdings gibt’s hier richtig große regionale Unterschiede. In München, Stuttgart oder Leipzig gab es laut ADAC sehr viele Tankstellen mit solchen Preisen. In Berlin waren es immerhin noch zahlreiche, in Hamburg dagegen nur wenige. Und wer in Köln unterwegs ist, hatte am Morgen Pech – dort wurden keine Tankstellen unter der 2-Euro-Marke angezeigt. Wichtig zu wissen: Die bundesweiten Durchschnittspreise bei Tankerkönig lagen trotzdem deutlich über 2 Euro, also checkt am besten selbst, wie’s bei euch in der Gegend aussieht.
Der Grund für die fallenden Preise: Seit Mitternacht gilt für Benzin und Diesel, die Tanklager und Raffinerien verlassen, ein Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter. Klingt erstmal gut, hat aber einen Haken. Es gibt nämlich keine direkte Verpflichtung für Tankstellen, diesen Rabatt auch komplett an euch weiterzugeben. Wie vollständig das tatsächlich passiert, wird sich laut Berichten von swp.de und dem Handelsblatt erst in den nächsten Tagen zeigen – die Berechnungen dahinter sind ziemlich komplex. Schon beim vorigen Tankrabatt gab es Diskussionen darüber, wie viel wirklich bei den Autofahrern ankommt. Damals zeigte sich aber auch schon mitten in der Nacht ein deutlicher Preisrückgang, ähnlich wie jetzt.
Die Bundesregierung hat den Tankrabatt als Reaktion auf die aktuell extrem hohen Spritpreise eingeführt. Und die hatten es wirklich in sich: Der September war mit Abstand der teuerste Tankmonat bisher und hat sich sogar in der Inflationsrate niedergeschlagen. Kein Wunder also, dass viele von euch auf Entlastung gehofft haben.
Ganz unumstritten ist der Tankrabatt aber nicht. Kritiker bemängeln, dass der Rabatt ungenau sei, den Anreiz zum Spritsparen dämpfe und nicht komplett bei euch als Verbraucher ankomme. Die Mineralölwirtschaft widerspricht dem allerdings. Befürworter wiederum sagen: Aktuell gebe es einfach kein besseres Mittel, um Autofahrer zu entlasten. Wie immer bei solchen Themen gibt’s also unterschiedliche Meinungen – am Ende zählt für euch wahrscheinlich vor allem, was an der Zapfsäule tatsächlich ankommt.
Wenn ihr also in den nächsten Tagen tanken müsst, lohnt sich definitiv ein Blick auf die Preise in eurer Umgebung. Je nachdem, wo ihr wohnt, könnt ihr richtig sparen – vor allem wenn ihr in einer Stadt mit vielen günstigen Angeboten lebt. Checkt am besten vorher Apps oder Portale, um den besten Preis in eurer Nähe zu finden, bevor ihr losfahrt.
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