Köln gegen Union Berlin: Zweimal in einer Woche treffen beide Teams aufeinander, erst im Pokal, dann in der Liga. Alle Fakten zu Form, Kader und Trainer.
Der 1. FC Köln und Union Berlin sehen sich diese Woche gleich zweimal: Am Dienstagabend geht es in der zweiten Runde des DFB-Pokals in Köln zur Sache, nur fünf Tage später treffen beide Teams dann in der Bundesliga erneut aufeinander. Für beide Klubs ist die Pokalpartie dabei mehr als nur ein Pflichttermin – sie soll auch Hinweise liefern, wie das direkte Ligaduell am Sonntag laufen könnte.
Die Eisernen reisen mit Rückenwind an den Rhein. Nach eigenen Angaben des 1. FC Union Berlin holte das Team zuletzt fünf Punkte aus drei Spielen gegen die SV Elversberg, Borussia Dortmund und den FC Augsburg. Trainer Mauro Lustrinelli zeigte sich auf der Pressekonferenz entsprechend zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft. Wie der rbb berichtet, betonte der Schweizer vor allem den Begriff „Kontinuität“ und kündigte an, in den anstehenden Partien nicht allzu viel rotieren zu wollen. Lustrinelli lobte zudem Resilienz und Zusammenhalt seines Teams, das sich in den vergangenen Wochen „unglaublich gut entwickelt“ habe.
Ein Schönheitsfehler bleibt allerdings die Offensive: Nach rbb-Angaben erzielte Union in den letzten sechs Bundesliga-Partien gerade einmal drei Tore. Lustrinelli sieht das pragmatisch und verweist darauf, dass Stabilität zuerst komme, während sich die Offensive schwieriger entwickeln lasse. Erschwerend kommt hinzu, dass Stürmer Andrej Ilic weiterhin verletzt ausfällt. Laut rbb dürfte das Nachwuchstalent Mekhi Gray daher gute Chancen auf seinen nächsten Einsatz haben, da er mit seiner körperlichen Präsenz aktuell der einzige Spieler mit diesem Profil im Kader sei. Auch die Innenverteidiger Stanley Nsoki und Josip Juranović stehen laut Vereinsangaben des FC Union Berlin für das Pokalspiel nicht zur Verfügung.
Beim 1. FC Köln sieht die Lage deutlich angespannter aus. Die Kölner belegen nach acht Punkten Platz zwölf der Bundesliga-Tabelle – zwei Zähler und fünf Plätze vor Union. Dennoch sorgt vor allem eine Sache in der Domstadt für Gesprächsstoff: der Trainer. Wie der rbb berichtet, steht René Wagner, der einst als Assistent von Steffen Baumgart auch für Union tätig war, enorm unter Druck. Beim torlosen Remis gegen den FC Schalke 04 musste sich Wagner „Wagner raus“-Rufe anhören, was bei ihm nach eigenen Worten ein „flaues Gefühl im Magen“ hinterlassen habe.
Laut Angaben des 1. FC Union Berlin ist die Kölner Bilanz in dieser Saison wechselhaft: Sieg, Sieg, Niederlage, Unentschieden, Niederlage, Sieg, Niederlage, Unentschieden. Zudem blieb der Aufsteiger in zwei Spielen ohne eigenes Tor – bei der 0:1-Niederlage in Frankfurt und beim 0:0 gegen Schalke. Wichtigster Offensivspieler der laufenden Saison ist demnach Ísak Jóhannesson mit drei Toren und einer Vorlage, während Said El Mala, in der Vorsaison noch Kölns bester Mann im Angriff, bislang nur zweimal traf. Auf wichtigen Positionen verlassen sich die Kölner zudem auf Torwart Marvin Schwäbe und Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey, die beide noch kein Spiel verpasst haben.
Das Duell bringt einige persönliche Wiedersehen mit sich. Beim FC sind laut Vereinsangaben des 1. FC Union Berlin Marius Bülter, Trainer René Wagner und Co-Trainer Kevin McKenna Gesichter mit Union-Vergangenheit. Auf Berliner Seite blickt Geschäftsführer Profifußball Horst Heldt auf eine eigene Geschichte beim FC Köln zurück.
Zur Partie äußerte sich auch René Wagner selbst. Nach Vereinsangaben des 1. FC Union Berlin sagte der Kölner Trainer, dass Union ähnlich spiele wie sein eigenes Team und man die eigenen Chancen konsequent nutzen wolle, um vor allem zu Hause die besten Bedingungen für das Weiterkommen zu schaffen.
Nach Angaben des 1. FC Union Berlin reisen 2.400 Fans der Eisernen zum Auswärtsspiel nach Köln. Die Partie wird demnach live von Sky übertragen, zudem gibt es einen Audiostream im rbb24 Inforadio sowie bei rbb24. Das Rückspiel in der Bundesliga folgt bereits am Sonntag um 15:30 Uhr, ebenfalls im rbb24-Audiostream und Liveticker übertragen.
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