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Schläger statt Schock: Wie Tischtennis Parkinson-Betroffenen in Düsseldorf neue Kraft gibt
9. August 2026

Tischtennis gegen Parkinson: In Düsseldorf zeigt die Gruppe „Ping Pong Parkinson

Erst die Diagnose, dann die Platte

Eine Parkinson-Diagnose trifft wie ein Schlag – und viele Betroffene beschreiben genau das so: „Ich bin in ein Loch gefallen.“ Das Zittern bleibt, die Krankheit auch. Doch was passiert, wenn man statt aufzugeben einfach den Schläger in die Hand nimmt? In Düsseldorf zeigt eine Selbsthilfegruppe namens „Ping Pong Parkinson“, dass Tischtennis weit mehr sein kann als ein Hobby – nämlich ein echtes Stück Lebensqualität zurück.1

An der Platte rückt Parkinson in den Hintergrund

Eckhard Bednarek ist eines der Gesichter der Gruppe. Beim Training hält er den Ball im Spiel – und genau das ist der Punkt: An der Tischtennisplatte rückt die Erkrankung in den Hintergrund. Was im Alltag als ständige Einschränkung präsent ist, verliert beim Spiel zumindest kurz seinen Platz im Mittelpunkt.1

Das klingt simpel, ist aber enorm wertvoll. Denn Parkinson bedeutet für viele Betroffene nicht nur körperliche Symptome, sondern auch eine massive psychische Belastung. Die Diagnose verändert das Leben von Grund auf – und der Rückzug ins eigene Loch ist eine häufige Reaktion. Genau hier setzt „Ping Pong Parkinson“ an.1

Bewegung, Gemeinschaft, Halt

Was macht Tischtennis so besonders für Menschen mit Parkinson? Die Kombination stimmt einfach: Das Spiel fordert Koordination, Reaktionsvermögen und Konzentration – alles Dinge, die durch regelmäßiges Training aufrechterhalten werden können. Gleichzeitig passiert das Ganze in einer Gruppe, was den sozialen Aspekt stark macht.1

  • Körperliche Aktivierung: Bewegung und Koordinationstraining in einem
  • Mentale Ablenkung: Der Fokus liegt auf dem Ball, nicht auf der Krankheit
  • Gemeinschaft: Gleichgesinnte treffen, die dieselben Herausforderungen kennen
  • Selbstwirksamkeit: Erleben, was trotz allem noch möglich ist

Das Motto der Gruppe bringt es auf den Punkt: Es geht darum zu zeigen, was trotz Parkinson möglich ist. Nicht was nicht mehr geht – sondern was noch geht.1

Ein Zeichen, das weit über den Sport hinausgeht

„Ping Pong Parkinson“ in Düsseldorf ist ein starkes Beispiel dafür, wie Selbsthilfe und Sport zusammenwirken können. Die Gruppe gibt Betroffenen nicht nur eine sportliche Aktivität an die Hand, sondern auch Struktur, Zugehörigkeit und – vielleicht am wichtigsten – Hoffnung. Den Beweis tritt Eckhard Bednarek bei jedem Training an: Der Ball bleibt im Spiel, und mit ihm auch der Wille, das Leben aktiv zu gestalten.1

Falls du oder jemand aus deinem Umfeld von Parkinson betroffen ist und nach Möglichkeiten sucht, aktiv zu bleiben: Schau dich nach Angeboten wie „Ping Pong Parkinson“ in deiner Nähe um. Solche Gruppen können der erste Schritt raus aus dem Loch sein – mit einem Schläger in der Hand.1

Quellen

  1. „Ich bin in ein Loch gefallen“: Wie Tischtennis Parkinson-Bet… – WAZ



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